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Start-ups
04/25/2020

Wie Unterwasserdrohnen für sichere Schifffahrt sorgen

Das Vorarlberger Start-up subdron hat eine Navigationssoftware entwickelt, die Kontrollen unter Wasser erleichtern sollen.

von Andreea Iosa

Überprüfungen von Unterwasserbauwerken wie Staumauern oder Brückenpfeiler und Objekten wie Schiffsrümpfe müssen nicht länger von Tauchern oder Tauchrobotern durchgeführt werden. Denn mithilfe einer in Österreich entwickelten Technologie gehen Inspektionen künftig viel effizienter und kostengünstiger vonstatten.

Das Vorarlberger Start-up subdron hat eine automatisierte Navigationssoftware entwickelt, mit der Unterwasserdrohnen Zielobjekte oder Strukturen unter Wasser vermessen und somit valide Daten generieren. So sollen Taucher und kabelgebundene Roboterspezialisten entlastet werden.

3D-Modelle

Mit der Technologie wird der Fokus auf Risikoidentifikation, Schadensbeurteilung und Sicherheit unter Wasser gesetzt. „Das Vehikel kommt selbst zum Zielstandort und generiert die Daten. Der Navigationsalgorithmus sagt, wohin das Vehikel schwimmen soll. Durch die relative Objektnavigation (RON) wird der bildgebende Sensor autonom in die ideale Lage und Position gebracht“, sagt subdron-Gründer Thomas Vonach gegenüber der futurezone.

Mithilfe von hochauflösenden Sonargeräten wird in Folge ein akustischer Scan vom Interessensobjekt vorgenommen und von diesen akustischen Daten im Anschluss 3D-Modelle erstellt.

Schlechte Sicht

Besonders dort, wo eine Schadenserkennung aufgrund der schlechten Sicht schwierig ist, kann die Drohne eingesetzt werden. Dabei wird die exakte Position des Schadens ermittelt. Mithilfe der Sensorik kann das komplette Ausmaß einer Beschädigung, aber auch fremde Objekte oder fehlende Gitter am Schiffsrumpf identifiziert werden. Bei Einsatz von Tauchern können die sich in Folge lediglich auf kritische Flächen fokussieren.

Nutzeroberfläche

Seit der Gründung von subdron im Jahr 2018 hat sich vieles getan: Nicht nur wurden Kooperationen mit dem Deutschem Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz gestartet sowie ein Kooperationsvertrag für Entwicklungstest mit der Generalzolldirektion Hamburg geschlossen, auch eine Art Nutzeroberfläche zum Auswerten der bildgebenden Daten ist laut Vonach in der Entwicklung.

„Das Auswerten der Daten wollen wir so einfach wie möglich machen, sodass sie mit so wenig Vorkenntnissen wie möglich, ausgelesen und valide Aussagen darüber getroffen werden können“, sagt er. Zum Einsatz kommt die Unterwassernavigation für Schiffsrümpfe, für die Hafeninfrastruktur, Talsperren sowie für Offshore-Anlagen.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer redaktionellen Kooperation zwischen futurezone und aws.

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