A 3D printed Whatsapp logo and keyboard buttons are placed on a computer motherboard

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Polizei warnt vor fieser WhatsApp-Betrugsmasche

Vor einer Betrugsmasche, die auf die Übernahme von WhatsApp-Accounts abzielt, warnt aktuelle das Polizeipräsidium Niederbayern. Hintergrund ist der Fall eines 15-jährigen Mädchen, dessen WhatsApp-Konto von Kriminellen gekapert wurde.

So funktioniert die Betrugsmasche

Man bekommt eine Nachricht per WhatsApp in der man gebeten wird, einen 6-stelligen Code weiterzuleiten. Gleichzeitig erhält man diesen 6-stelligen Code per SMS.

Bei dem SMS-Code handelt es sich um die Verifizierungsnummer zur Wiederherstellung des eigenen WhatsApp-Accounts. Der Code wurde zuvor von den Kriminellen beantragt.

Gelangt der 6-stellige Code in die Hände der Kriminellen, können diese das WhatsApp-Konto des Opfers aus der Ferne übernehmen. Die Folge: Man wird aus seinem eigenen WhatsApp-Account ausgesperrt und verliert den Zugriff darauf.

In weiterer Folge können sich die Kriminellen als das Opfer ausgeben und weitere WhatsApp-User in die Falle locken.

So schützt man sich vor der Betrugsmasche

Um sich vor dieser Betrugsmasche zu schützen, gilt es, keine Verifizierungscodes mit anderen Kontakten zu teilen. Selbiges gilt natürlich für SMS-Tans für Online-Banking oder anderen Diensten.

Darüber hinaus kann es hilfreich sein, die Person, die nach dem 6-stelligen Code gefragt hat, anzurufen. Nur mit einem persönlichen Gespräch lässt sich herausfinden, ob die WhatsApp-Nachricht tatsächlich von dem Kontakt stammt.

Außerdem sollte man den Absender telefonisch, über einen anderen Messenger oder per SMS darauf hinweisen, dass sein WhatsApp-Account derartige Nachrichten versendet. Denn möglicherweise wurde auch der Absender bereits Opfer der Betrugsmasche.

Nach Nacktbilder gefragt

Im Fall des 15-jährigen Mädchens aus Bayern gaben sich die Betrüger als Bruder des Teenagers aus. Als die Kriminellen den Account des Mädchens übernommen hatten, versuchten sie an Nacktbilder einer anderen 15-Jährigen zu kommen. Das ist ihnen in diesem Fall glücklicherweise nicht gelungen, wie die Polizei Niederbayern schreibt.

"Wenn die Täter hinter dieser Masche erst in den Besitz eines Accounts gelangt sind, eröffnet sich ihnen ein weites Feld an potentiellen kriminellen Machenschaften", so die Behörden. Identitätsdiebstahl, Ausspähen von Daten, Erpressung oder auch der Versand von Schadsoftware seien denkbar.

Betrugsmasche bereits bekannt

Der Betrug mit dem 6-stelligen SMS-Code ist nicht neu. Bereits im Dezember warnte das Landeskriminalamt Niedersachen vor dieser Betrugsmasche. Auch die Aufklärungsplattform Mimikama hat bereits in der Vergangenheit vor dem Betrug mit der Verifizierungscode gewarnt.

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