Huawei

© EPA / FILIP SINGER

B2B
09/09/2020

Samsung liefert keine Chips mehr an Huawei

Auch der Speicherhersteller SK Hynix stellt den Verkauf an den chinesischen Konzern ein.

Huawei bekommt zunehmend Schwierigkeiten Komponenten für seine Smartphones zu erhalten. Laut südkoreanischen Medienberichten wollen Samsung und der Speicherhersteller SK Hynix die Lieferungen an das chinesische Unternehmen am 15. September einstellen.

Dann treten nämlich neue US-Sanktionen gegen Huawei in Kraft, die es nichtamerikanischen Unternehmen verbieten, Komponenten an Huawei zu verkaufen, bei deren Entwicklung US-Ausrüstung oder Software zum Einsatz kam.

Auch Zulieferer hart getroffen

Die Sanktionen treffen die südkoreanischen Unternehmen laut Engadget ähnlich hart wie Huawei selbst. Im Falle von SK Hynix stammen etwa 40 Prozent des Unternehmensumsatzes von 13,3 Milliarden Dollar aus Exporten nach China.

Engpässe bei Chips

Der Wegfall von Samsung-Chips kommt für Huawei besonders ungelegen. Denn auch die Produktion des hauseigenen Kirin-Prozessors wird demnächst nicht mehr möglich sein. Der taiwanische Fertiger TSMC teilte bereits Anfang August mit, nur noch bis 14. September Aufträge von Huawei entgegennehmen zu wollen. Das Huawei Mate 40 könnte deshalb vorerst das letzte Smartphone sein, das mit den Chips ausgerüstet wird.

Huawei versuchte bereits seine Abhängigkeit von ausländischen Chipherstellern zu verringern und will dabei auf den chinesischen Hersteller SMIC setzen. Aber auch der könnte demnächst auf die schwarze Liste der US-Regierung gesetzt werden.

Das würde bedeuten, dass die zur Produktion der Chips notwendige Ausrüstung nicht mehr geliefert werden darf. Zu den größten Lieferanten des chinesischen Unternehmens zählt etwa die US-Firma Applied Materials.

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