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Deutsche Stadt sperrt Tiefgarage für Elektroautos

Wenn E-Autos zu brennen beginnen, ist es oft schwieriger, den Brand zu löschen als bei herkömmlichen Benzin- oder Dieselfahrzeugen. Das liegt darin, dass die Lithium-Ionen-Akkus bei einem Brand völlig anders verhalten. Die Brandgefahr von E-Autos ist allerdings nicht größer als bei Benzinern oder Diesel-Fahrzeugen.

Die Stadt Kulmbach hat nun trotzdem Elektroautos und Hybridfahrzeuge in der städtischen Tiefgarage verboten. Die Begründung: „Die Feuerwehr kann solche Fahrzeuge nicht löschen, sondern muss sie ausbrennen lassen. Auch ist die Tiefgarage nicht ausreichend hoch genug, um brennende Autos mit schwerem Gerät herauszuziehen“, heißt es seitens der Stadt.

Es brannte - ein VW Golf

In der städtischen Tiefgarage hatte es nämlich Anfang September 2020 gebrannt. Allerdings brannte damals kein E-Auto aus, sondern ein älterer VW Golf. Trotzdem werden gerade diese jetzt verbannt. Man sei sich der Gefahren, die von Lithium-Ionen-Akkus ausgehen können, vorher nicht bewusst gewesen, heißt es jetzt, wo die Garage nach einer Renovierung wieder eröffnet worden war, wie golem.de berichtet.

Wegen der Lithium-Ionen-Akkus werden die Batterien von E-Autos oft nur mit Löschwasser gekühlt und könnten mehrere Tage erneut zu brennen beginnen. Die Garage könnte dann einstürzen, so das Argument der Stadt.
Der Deutsche Feuerwehr-Verband (DFV) sah für ein Parkverbot in Tiefgaragen bisher  keinen Anlass. 

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