Black Lives Matter protest in Dutch city of Maastricht

© EPA / JEAN-PIERRE GEUSENS

Digital Life
08/11/2020

Facebook verbannt den Schwarzen Peter

Der Zwarte Piet (Schwarzer Peter) darf auf Facebook nur noch in Ausnahmefällen gezeigt werden.

Facebook aktualisiert seine Community-Standards und hat angekündigt, dass keine Darstellungen vom Zwarte Piet (Schwarzer Peter) auf Facebook und Instagram mehr zugelassen sind, wie „The Next Web“ berichtet.

Der Zwarte Piet ist in den Niederlanden der Helfer des Sinterklaas, des Heiligen Nikolaus. Er hat eine ähnliche Funktion wie der Krampus. Sinterklaas wird als bärtiger, weißer Gentleman dargestellt. Der Zwarte Piet hingegen als Blackface-Charakter mit großen, goldenen Ohrringen und übertriebenen Lippen.

Nur Fotos zu News-Meldungen erlaubt

Die Frage, ob der Zwarte Piet rassistisch ist gehört zu den heißesten und polarisierendsten niederländischen Debatten des letzten Jahrzehnts.

Ab sofort sind Darstellungen, die den Zwarte Piet zeigen, verboten und können an Facebook und Instagram gemeldet werden. Die einzige Ausnahme: Nachrichtenmeldungen, die den Zwarte Piet zeigen, um etwa über die Debatte zu berichten, dürfen bleiben.

Traditional parade with Saint Nicholas and "Zwarte Piet" (Black Pete) in Apeldoorn

Alternative Darstellungen

Während sich immer mehr Städte, die das Fest feiern, für einen Piet in verschiedenen Farben entscheiden oder schwarze Flecken anstelle von Blackface verwenden, sind viele Niederländer nach wie vor entschieden dagegen, Änderungen vorzunehmen. Diese äußern ihre Meinung auch sehr häufig über Facebook. Zum Beispiel hat die Facebook-Seite „Actiegroep Pro Zwarte Piet“, die die traditionelle Darstellung unterstützt, fast 50.000 Anhänger. Im Jahr 2015 forderte ein UN-Komitee die Niederlande bereits auf, die Darstellung des Zwarte Piet zu verbieten.

Dem Bericht zufolge soll Facebook neben dem Schwarzen Peter auch andere beleidigende rassistische und religiöse Stereotype verbieten.

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