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Digital Life
07/19/2019

Fluglinie fordert 95.000 Euro von randalierender Passagierin

Eine 25-jährige Britin versuchte u.a., während des Fluges eine Flugzeugtür zu öffnen. Sie wurde von Mitreisenden überwältigt.

Wegen Randalierens an Bord eines Passagierflugzeugs fordert die britische Billigfluggesellschaft Jet2.com von einer Passagierin 85.000 Pfund (umgerechnet rund 95.000 Euro) Schadenersatz. Zudem sei der Frau lebenslanges Flugverbot erteilt worden, wie die Airline in dieser Woche mitteilte.

Eurofighter als Begleitschutz

Ein Flug von London ins türkische Dalaman hatte vergangenen Monat wegen der renitenten Passagierin abgebrochen werden müssen. Zwei Jagdflugzeuge vom Typ Eurofighter begleiteten die Maschine zurück zum Flughafen Stansted, wo sie kurz zuvor gestartet war. Die 25-Jährige hatte nach Angaben der Airline einen "Katalog an aggressivem, beleidigendem und gefährlichem Verhalten" gezeigt. Unter anderem habe sie versucht, die Flugzeugtüre zu öffnen. Sie sei schließlich vom Kabinenpersonal und Mitreisenden überwältigt worden.

Die beiden Eurofighter ihrerseits verursachten einen Überschallknall, der vielen Menschen am Boden einen Schreck einjagte. Die Polizei berichtete auf Twitter von zahlreichen Anrufern, die besorgt über eine laute Explosion gewesen seien.

"Einer der schlimmsten Fälle"

Jet2.com-Geschäftsführer Steve Heapy bezeichnete das Verhalten der Frau als "einen der schlimmsten Fälle von störendem Verhalten, die wir erlebt haben". Sie müsse nun die Konsequenzen ihrer Taten tragen. "Wir werden unerbittlich die Rückerstattung der Kosten anstreben, die uns aufgrund dieser Flugumleitung entstanden sind", so Heapy der Mitteilung zufolge.