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Neues Dashboard erfasst Corona-Impfungen exakter als bisher

Bisher gab es am Impf-Dashboard für Corona-Impfungen in Österreich nur eine Art „Live-Prognose“. Bis gestern (Dienstag, 26.1.2021) 18 Uhr gab es 189.991 Impfungen. Das war allerdings nur der „prognostizierte Stand der aktuell verimpften Dosen anhand der bisher erfolgten Auslieferungen“.

Seit Mittwochabend ist das Corona-Impf-Dashboard um mehrere Zahlen reicher. Damit sollen die Impfungen in Österreich weitaus genauer abgebildet werden als bisher - zumindest in Zukunft. Neu hinzu kommen zu der Zahl der ausgelieferten Impfdosen nämlich die im e-Impfpass eingetragenen Impfungen. Diese belaufen sich aktuell mit Stand Mittwoch 18 Uhr auf 158.985.

e-Impfpass

Doch warum ist dieser Wert so niedrig? Diese Zahl erscheint erst einmal viel niedriger als die Zahl der ausgelieferten Impfdosen mit 195.886. Das liegt daran, dass noch nicht alle Impfungen im elektronischen Impfpass erfasst sind. Laut dem Gesundheitsministerium sind derzeit „zwischen 80 und 85 Prozent“ im nationalen Impfregister erfasst.

Die Anzahl der ausgelieferten Impfungen bilden laut einem Sprecher des Gesundheitsministeriums deswegen vorerst nach wie vor den „genauesten Wert“ ab, wenn es um die Corona-Impfungen im Land geht. Früher oder später soll dieser aber durch die Zahl der im e-Impfpass verzeichneten Impfungen abgelöst werden. Die Bundesländer wurden am Mittwoch per Erlass dazu aufgefordert, alle bereits erfolgten Impfungen „schnellstmöglich“ im e-Impfpass nachzutragen.

Vollständiger Impfschutz

Zwei weitere Zahlen sind neu im Corona-Impf-Dashboard hinzugekommen: Es werden diejenigen ausgewiesen, die bereits einen vollständigen Impfschutz, also beide Teilimpfungen, erhalten haben. Das sind derzeit 5126 Menschen in Österreich. 153.859 Menschen, also 1,73 Prozent der Gesamtbevölkerung, haben die erste Dosis erhalten. Das Impf-Dashboard soll künftig regelmäßig aktualisiert werden, hieß es am Mittwoch seitens des Gesundheitsministeriums.

Open Data und mehr Transparenz

Die Daten des Dashboards stehen zudem als Open Data zu Verfügung und können damit von jedem frei verfügbar zur Visualisierung herangezogen werden. Die Datenaktualisierung erfolgt einmal täglich gegen 18 Uhr. Da es gerade im Bereich e-Impfpass noch zu Nachtragungen kommt, können die Zahlen in diesem Bereich auf einmal stark schwanken. Das Ministerium garantiert allerdings eine "Qualitätssicherung" bei den erfassten Datensätzen. Open-Data-Expertinnen und -experten loben die Aktualisierung des Impf-Dashboards, weil es für mehr Transparenz als bisher sorgt.

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Barbara Wimmer

shroombab

Preisgekrönte Journalistin, Autorin und Speakerin. Seit November 2010 bei der Kurier-Futurezone. Schreibt und spricht über Netzpolitik, Datenschutz, Algorithmen, Künstliche Intelligenz, Social Media, Digitales und alles, was (vermeintlich) smart ist.

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