© Florian Christof

Digital Life
10/24/2020

Rassistische Musik bei Spotify, YouTube und Apple Music

Es fanden sich Hitler-Reden, antisemitische und homophobe Inhalte bei den Streaming-Anbietern.

Die Musikstreaming-Dienste Spotify, Apple Music, YouTube Music und Deezer haben kürzlich rassistische Inhalte aus ihrem Katalog entfernt. Die BBC hat rassistische, homophobe und antisemitische Inhalte auf den Plattformen entdeckt und die Anbieter darüber in Kenntnis gesetzt. Viele der Inhalte stünden mit White Supremacy in Verbindung. 

Die gefundenen Songs glorifizierten "arische Nationen" und den Holocaust. Dabei werden antisemitische Stereotype und Teile von Hitler-Reden verwendet. Zudem fand man eine öffentliche Playlist aus Spotify mit dem Titel "NSBM" (Nationalsozialistischer Black Metal) und mehr als 30 Gruppen, die mit rechten Organisationen in Verbindung standen. Das Finden dieser Inhalte sei mit wenig Aufwand verbunden gewesen, schreibt die BBC. 

Angewiesen auf User-Meldungen

Spotify verbiete zwar Inhalte, "die ausdrücklich und hauptsächlich Hass oder Gewalt gegen eine Gruppe oder Einzelpersonen befürworten oder anstacheln, basierend auf Rasse, Religion, Geschlechtsidentität, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Nationalität, sexueller Orientierung, Veteranenstatus oder Behinderung". Trotzdem verlässt man sich vor allem darauf, dass solche Inhalte von anderen Nutzern gemeldet werden. Spotify arbeite aber an Technologie, die solche Inhalte zukünftig automatisch erkennen kann. 

Apple Music gab an, die meisten von der BBC gemeldeten Inhalte versteckt zu haben, damit sie für Nutzer nicht weiter zu finden sind. Einige Titel würden derzeit geprüft. Auch hier gebe es entsprechende Richtlinien, die solche Inhalte verbieten.

Werbeeinnahmen

Auch bei YouTube Music habe man klare Regelungen gegen Hass-Inhalte und prüfe gemeldete Titel schnellstmöglich. Allerdings waren einige der Titel als "werbefreundlich" eingestuft. "Hass-Inhalte" können laut YouTubes Richtlinien aber nicht monetarisiert werden. Gegenüber der BBC hieß es, man prüfe regelmäßig, ob sich die jeweiligen Kanäle an diese Regelungen halten.

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