Netzpolitik
08.05.2018

Eine Million Handy-Signatur-User: Regierung plant neue Plattform

Nicht zuletzt durch die Möglichkeit, Volksbegehren online zu unterzeichen, sind die Nutzerzahlen rapide angestiegen.

Die Handy-Signatur, mit der Amtswege online erledigt, aber auch Dokumente rechtssicher unterschrieben werden können, wird bereits von einer Million Österreichern verwendet. Das teilte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck in einer Aussendung mit. Der millionste User, der sich am Montagnachmittag für die Handy-Signatur anmeldete, bekommt einen Reisegutschein über 2000 Euro spendiert. "Das Amt der Zukunft ist, wo die Bürger sind", wird Schramböck zitiert. Man wolle die technologischen Möglichkeiten nutzen und Behördenwege künftig nicht nur sicher und digital, sondern vor allem auch am Handy ermöglichen.

Der rasante Anstieg der Anmeldungen - im Februar wurden noch knapp unter 900.000 User kommuniziert - dürfte zu einem Gutteil auf die erfolgreichen Frauen- und Nichtraucher-Volksbegehren zurückzuführen sein, die erstmals auch online signiert werden konnten. Viele Bürger schalteten aus diesem Zweck ihre Handy-Signatur frei. Aktuell sind etwa 200 Anwendungen verfügbar, wie diese Übersicht zeigt. Die Zahl wird laut Ansicht des Ministeriums noch steigen, zumal die Funktionalität der Handy-Signatur ausgeweitet wird.

Neue Plattform bald online

So ist die Einführung einer elektronischen Identität (E-ID) geplant, bei der diverse persönliche Daten - sei es der Führerschein, der Mutter-Kind-Pass oder einfach nur der Altersnachweis, gespeichert werden können. Welche Daten abgelegt werden, soll den Nutzerinnen überlassen bleiben. Darüber hinaus arbeitet das Ministerium an einer neuen e-Government-Plattform, die unter der Webadresse oesterreich.gv.at künftig sämtliche digitale Behördenwege vereinen soll. Laut Schramböck werde die Plattform zusammen mit Bürgern entwickelt, deren Feedback sukzessive eingearbeitet wird. Der offizielle Start der Plattform soll bereits in wenigen Wochen erfolgen.