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© APA/AFP/LIONEL BONAVENTURE / LIONEL BONAVENTURE

Netzpolitik

Twitter-Troll drohen 10 Jahre Haft

Das US-Justizministerium hat einen Influencer angeklagt, der 2016 vor der US-Präsidentenwahl suggerierte, man könne statt an der Wahlurne auch per SMS wählen. Die zwischen September und November 2016 wiederholt getätigten Falschbehauptungen könnten dem Mann, der unter dem Twitter-Alias Ricky Vaughn auftrat, bis zu zehn Jahren Haft einbringen.

Zehntausende Follower

Der Influencer, der mit zehntausenden Followern zu den reichweitenstärksten 100 im Wahljahr 2016 zählte und damit sogar US-Nachrichtensender wie NBC News oder den Talkshow-Host Stephen Colbert hinter sich ließ, fiel mit zahlreichen antisemitischen und nationalistischen Beiträgen auf.

Er machte zudem für Donald Trump Stimmung und verbreitete rechtsextreme Propaganda sowie Inhalte, die angeblich von der russischen Regierung zur Desinformation der US-Bevölkerung gestreut wurden.

Zumindest 5000 Wähler ausgetrickst

Dem Ministerium zufolge wird ihm verschwörerisches Verhalten gegen Bürgerrechte vorgeworfen, das darauf abzielte, Bürger um ihr konstitutionelles Recht zu wählen zu bringen. Wie erfolgreich er letztendlich damit war, wird ebenfalls vor Gericht geklärt werden. Allein im September 2016 sollen laut Anklageschrift 4900 Personen mittels SMS über die in den Tweets genannte Telefonnummer abgestimmt haben.

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