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5 empfehlenswerte Smartphones unter 200 Euro

Wer sich heute ein neues Smartphone zulegen möchte, bekommt mehr für sein Geld als jemals zuvor. Auch für Features wie Multi-Kamera-Setup oder eine Displayauflösung jenseits von 720p muss man heute sein Sparkonto nicht mehr plündern.

Wie viel man mindestens ausgeben muss, um ein brauchbares Gerät zu bekommen, kommt immer auf die eigenen Ansprüche an. Um etwa 200 Euro bekommt man aber in der Regel ein Gerät, das sich frustfrei nutzen lässt und mit dem man zumindest zwei Jahre (Stichwort Updates) bedenkenlos durchkommt. Bei der Wahl des Handys heißt es aufpassen, denn gerade in diesem Preisbereich gibt es auch viele No-Name-Handys, die nicht empfehlenswert sind.

Realer Preis

Als Bewertungsgrundlage wurde bewusst nicht der Listenpreis (UVP) herangezogen, sondern der Betrag, um den die Geräte hierzulande tatsächlich bei Händlern angeboten werden. Überprüft wurde außerdem die Verfügbarkeit hierzulande und die Aktualität des Modells. Einer der größten Nachteile an den günstigen Android-Handys ist oft der eher verhaltene Update-Support der Hersteller. Alle gelisteten Smartphones sind aus 2020 oder neuer und mindestens mit Android 10 ausgestattet.

Kleiner Pluspunkt für alle, die noch kabelgebundene Kopfhörer verwenden: Alle Handys in der Übersicht haben noch eine 3,5mm-Kopfhörerbuchse.

Motorola Moto G9 Plus

Ein traditionell gutes Preis-Leistungsverhältnis liefert Motorola mit seinen Smartphones. Das Moto G9 Plus schafft es nur knapp in unseren Überblick, da es aktuell überwiegend knapp über 200 Euro angeboten wird. Bei zumindest einem Händler war es aber zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels unter 200 Euro verfügbar.

Selbst wenn man 210 oder 220 Euro dafür bezahlt, das G9 Plus bleibt ein guter Deal. Man bekommt dafür ein Handy mit 6,8-Zoll-LC-Display, das mit 1080 x 2400 Pixeln auflöst. Im Inneren arbeitet Snapdragon 730G samt 4GB Ram. Ein Fingerabdrucksensor ist am seitlichen Rand verbaut. Ausgeliefert wird das Handy mit Android 10, das Update auf Android 11 wurde bereits offiziell angekündigt.

Die Vierfach-Kamera löst mit der Standard-Linse mit 64 Megapixel auf. Dazu gibt es noch eine Ultra-Weitwinkelkamera mit 8 Megapixel sowie einen Makro- und einen Tiefensensor mit 2 Megapixel. Der Akku hat eine Kapazität von 5000 mAh – auch Schnellladen mit sogar 30W ist mit an Bord.

tl;dr: Sowohl Software als auch Kamera und Verarbeitung können sich bei den Moto-Handys in der Regel sehen lassen, das macht auch das G9 Plus attraktiv. Der integrierte Snapdragon ist zwar älter als der 678 im Redmi Note 10, hat aber bessere Benchmark-Werte. Mit dem Update auf Android 11 bekommt man außerdem ein aktuelles System, mit dem man mindestens noch 2 Jahre gut unterwegs ist.

Das Motorola Moto G9 Plus bei Amazon

Nokia 5.4

Das zu HMD Global gehörende Nokia konnte bereits mit einigen Phones zum guten Preis-Leistungs-Verhältnis punkten. Mit dem Nokia 5.4 hat man aktuell ein Modell im Angebot, das in Österreich aktuell zwischen 170 und 180 Euro gehandelt wird.

Dafür bekommt man 64GB Speicher sowie 4GB Ram und einen Snapdragon 662. Das LCD-Display hat eine Diagonale von 6,4 Zoll bei 720 x 1560 Pixel. Die Hauptkamera löst mit 48 Megapixel auf, dazu gibt es eine 5-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera sowie eine Makrolinse und einen Tiefensensor mit jeweils 2 Megapixel.

Der Akku hat eine Kapazität von 4000 mAh, geladen wird mit maximal 10W. Ausgeliefert wird das Handy mit Android 10, Nokia hat aber bereits ein Update auf Android 11 angekündigt.

tl;dr: Auch mit dem günstigsten Snapdragon-Phone in der Übersicht kann man wenig falsch machen. Die Ausstattung entspricht weitestgehend der etwas teureren Konkurrenz – dafür muss man mit einem leicht schwächeren SoC Vorlieb nehmen. Ein kleiner Kritikpunkt ist noch die etwas schwache Ladeleistung.

Das Nokia 5.4 bei Amazon.

Realme 7

Der Handy-Hersteller Realme hat sich in den vergangenen Monaten auch hierzulande einen Namen gemacht. Im Fokus der Geräte steht ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. In dieses Horn bläst auch das Realme 7. Bereits der Vorgänger Realme 6 konnte im futurezone-Test durchwegs überzeugen. Das neuere Realme 7 gibt es mit 64GB Speicher und 6GB Ram bereits ab 160 Euro.

Im Inneren kommt das Handy mit einem Mittelklasse-Soc von Mediatek, dem Helio G95. Beim 6,5-Zoll-Display handelt es sich zwar nicht um das tendenziell schönere AMOLED, sondern um LCD, immerhin kann das Handy mit einer hohen Bildwiederholrate von 90Hz punkten.

Insgesamt finden sich 4 Kameralinsen in dem Gerät: Eine Hauptkamera mit 48 Megapixel, ein Ultraweitwinkelobjektiv mit 8 Megapixel sowie eine 2-Megapixel-Makrolinse und ein 2-Megapixel-Tiefensensor.

Mit 5.000 mAh hat der Akku auch eine ordentliche Kapazität – die braucht er auch, da die hohe Bildwiederholrate als stromintensiv gilt. Ausgeliefert wird das Realme 6 mit Android 10, ein Update auf Android 11 erscheint höchstwahrscheinlich: So hat der Hersteller versprochen, dass Geräte mindestens 1 großes Android-Update sowie mindestens 2 Jahre Sicherheitsupdates bekommen.  

tl;dr: Die hohe Bildwiederholrate des Displays sowie das Update-Versprechen machen das Realme 7 aktuell zu einem der attraktivsten Kandidaten bei Handys unter 200 Euro. Der Helio G95 spielt in Sachen Leistung in etwa in einer Liga mit dem Snapdragon 730G, ist aber neuer und steigt in den Benchmarks eine Spur besser aus.

Das Realme 7 auf Amazon.

Samsung Galaxy A41

Wie viel man für das Galaxy A41 hinlegt, hängt in erster Linie von der Ausstattungsvariante ab. Mit 32GB internen Speicher ist es bereits ab etwa 135 Euro zu haben – ratsam ist aber mindestens zur 64GB-Variante zu greifen, die aktuell etwa 189 Euro kostet.

Im Inneren kommt ein Mediatek MT6768 Helio P65 SoC zum Einsatz, der von 4 GB Arbeitsspeicher unterstützt wird. Der interne Flash-Speicher hat eine Größe von 64GB und kann per microSD erweitert werden. Das Super-AMOLED-Display hat eine Diagonale von 6,1 Zoll bei einer Auflösung von 1080 x 2400 Pixel.

Die Hauptkamera des A41 löst mit bis zu 48 Megapixel auf, die Ultraweitwinkel-Linse hat eine maximale Auflösung von 8 Megapixel. Dazu gibt es einen Tiefensensor mit 5 Megapixel. Der Akku hat eine Kapazität von 3500 mAh, Schnelladen mit 15W ist mit an Bord.

Stark punkten kann Samsung mit seinem Update-Versprechen. So bekommen alle Handys der A-Serie 4 Jahre lang Sicherheitsupdates ab Erscheinungsdatum. Das heißt, dass das A41 bis etwa Mitte 2024 mit den wichtigsten Aktualisierungen versorgt wird. Für einen Preis von unter 200 Euro nicht schlecht.

tl;dr: Die Update-Garantie sowie das AMOLED-Display und die bei Samsung üblicherweise gute Kamera sind die stärksten Pluspunkte des A41 – etwas schade ist der klein ausgefallene Akku. Dank der stromsparenden Bildschirmtechnologie müsste man aber damit dennoch zumindest über einen Tag kommen. Auch der Helio P65 ist – verglichen mit den Mittelklasse-Snapdragons der Konkurrenz – eindeutig die schwächere Wahl.

Das Samsung Galaxy A41 auf Amazon.

Xiaomi Redmi Note 10

Eine gute Anlaufstelle für günstige Smartphones ist die Xiaomi-Submarke Redmi. Das Redmi Note 10 wird hierzulande in der Variante mit 64 GB Flash-Speicher um knapp 200 Euro gehandelt.

Um diesen Preis bekommt man einen Snapdragon 678 mit 4GB Ram, der zwar bei umfangreichem Multitasking ins Schwitzen kommen kann, für den Alltag aber durchaus ausreichend ist. Die Displaydiagonale des AMOLED-Displays beträgt 6,43 Zoll bei einer Auflösung von 2400 x 1080 Pixel. Ein Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Seite des Gerätes.

Die Kamera-Ausstattung setzt sich aus einer Hauptkamera mit 48 Megapixel, einem Weitwinkelobjektiv mit 8 Megapixel, einer Makrolinse mit 2 Megapixel und einem 2-Megapixel-Tiefensensor (f/2,4) zusammen. Ebenfalls positiv anzumerken ist der Akku mit einer Kapazität von über 5000mAh. Schnelladen kann man das Handy mit bis zu 33W.

Ausgeliefert wird das Handy mit MIUI 11, das auf Android 10 basiert. Ein Update auf MIUI 12.5, das Ende 2020 präsentiert wurde und auf Android 11 basiert, wurde bereits angekündigt.

tl;dr: Das Gesamtpaket des Redmi Note 10 kann sich für 200 Euro durchaus sehen lassen. AMOLED-Screen, aktueller Snapdragon-Chip ein umfassendes Kamera-Setup und ein großer Akku samt brauchbarer Schnellladefunktion. Und auch ein großes Android-Update ist angekündigt, wodurch das Gerät zumindest für die kommenden 2 Jahre zukunftssicher sein dürfte.

Das Xiaomi Redmi 10 bei Amazon.

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Thomas Prenner

ThPrenner

Beschäftigt sich mit Dingen, die man täglich nutzt. Möchte Altes mit Neuem verbinden. Mag Streaming genauso gern wie seine Schallplatten. Fotografiert am liebsten auf Film, meistens aber mit dem Smartphone.

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