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08/09/2019

Akku-Manipulation wegen Brandgefahr: Tesla-Fahrer reichen Klage ein

Die Kläger werfen dem Elektroautobauer vor, die Reichweiten absichtlich zu reduzieren, um einen Rückruf wegen defekter Akkus zu umgehen.

Im Juni diesen Jahres beschwerten sich zahlreiche Tesla-Fahrer, das durch eine Software-Aktualisierung die Reichweite ihres Fahrzeugs massiv gesunken ist. Der Kläger wirft nun Tesla vor, bei Software-Updates die Leistungsfähigkeit des Akkus beziehungsweise die Reichweite älterer Fahrzeuge des Typs Model S und Model X absichtlich zu verringern.

Kurz vor dem entsprechenden Update kam es angeblich zu vermehrten Batteriebränden in Tesla-Fahrzeugen. Der Kläger glaubt nun, dass die Akku-Manipulation mit den Bränden zusammenhängt. Demnach könnte das Unternehmen einen Fehler in den Akkus gefunden haben und versucht haben, diesen durch das Software-Update zu beheben. Mit der absichtlichen Reduktion der Reichweite will der Konzern aus Sicht des Klägers kostspielige Rückrufe wegen defekter Akkus vermeiden.

Betroffen sind Fahrzeuge der Model-S- und X-Serie mit 85kWh-Akkus, die 2016 aus dem Programm genommen wurden. Das Update sollte laut Tesla die Lebensdauer der Akkus erhöhen.

Tesla: Nur wenige Besitzer betroffen

Ein Tesla-Besitzer berichtete damals: "Mein 2014er Modell S 85 hatte bis zum 13. Mai eine Reichweite von 247 Meilen. Nach dem nächsten Update sank die Reichweite auf 217 Meilen. Dies ist ein Rückgang von 11 Prozent in 5 Wochen." Als er sich mit dem Problem bei der lokalen Tesla-Werkstatt meldete, sagte man ihm lediglich, dass dies die normale Abnutzung der Batterie sei. 

Tesla gestand ein, dass die gesunkene Reichweite eine Auswirkung des Software-Updates ist. Von dem Verlust betroffen seien aber nur "ein kleiner Prozentsatz" der Tesla-Besitzer. Das Unternehmen würde aber daran arbeiten, die negativen Auswirkungen des Updates für die entsprechenden Fahrer zu minimieren.