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04/11/2020

Corona: Sensor aus Vorarlberg warnt bei zu geringem Abstand

Der Abstandsensor "Safedi" soll nicht nur mit akustischen und optischen Signalen warnen, sondern maximalen Datenschutz bieten.

von Martin Stepanek

Corona-Tracking-Apps gelten als hilfreiches Werkzeug, um Kontakte zu Corona-Infizierten nachverfolgen und diese im Ernstfall verständigen zu können. Sie sorgen allerdings für Diskussionen hinsichtlich Datenschutz und Privatsphäre, zumal sie auf unseren Smartphones installiert sind, die über eine Vielzahl an anderen sensiblen Daten wie Ortstracking verfügen. Die Vorarlberger Firma Heron Innovations Factory hat nicht zuletzt aufgrund dieser Bedenken nun ein kleines Gerät namens Safedi entwickelt.

Warnsignale bei fehlendem Abstand

Der Sensor auf Bluetooth-Basis ist als runder Button konzipiert, der gut sichtbar an der Kleidung angebracht wird. Kommt man einer anderen Person zu nahe, die das Gerät ebenfalls trägt, löst Safedi einen Warnton und auch ein optisches Warnsignal aus. Sämtliche Kontakte der Geräte werden anonym in der Cloud gesichert. In diesem Kontakttagebuch wird festgehalten, welche Safedi-Geräte einander nahegekommen sind. Jeder User verfügt über eine eigene ID, die bei der Anmeldung über die App zugeteilt wird.

Laut den Entwicklern ist das System völlig anonymisiert. Weder werden Personen, Uhrzeiten noch Ortsdaten registriert. "Alle Daten, die älter sind als die mögliche Inkubationszeit werden automatisch gelöscht. Kommt es zu einer nachgewiesenen Infektion, werden jene Safedis benachrichtigt, die gemäß Kontakttagebuch eng mit der infizierten Person in Kontakt waren", schreibt das Unternehmen in seiner Infobroschüre (PDF).

Der Button ist per Micro-USB wiederaufladbar, der Akku hält einen Tag. Bei Inaktivität schaltet sich das Gerät selbst aus. Laut ORF ist das System vor allem für Arbeitsplätze in Betrieben vorgesehen, wo es viel persönlichen Kontakt gibt. In einem Feldversuch, der vom Land Vorarlberg mit 200.000 Euro unterstützt wird, werden nun vier Unternehmen mit 1000 Sensoren ausgestattet. Die Heron-Gruppe trägt die mit 500.000 Euro budgetierten Entwicklungskosten.

Keine Verbindung zum Handy notwendig

Laut Christian Beer, Geschäftsführer der Heron-Gruppe wolle man einen Beitrag leisten, damit die Wirtschaft wieder hochgefahren werden könne. Bei der Präsentation betonte er, dass Safedi nach der einmaligen Registrierung völlig autonom, also ohne Mobilfunkverbindung, Apps oder zusätzliche Geräte funktioniere. Das in nur 5 Wochen entwickelte Gerät soll Ende April serienreif produziert werden können. Der Preis für einen Sensor liegt bei 19,50 Euro.

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