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02/03/2019

Das sind die besten Smartphones unter 250 Euro

Wer mehr bezahlt, ist selbst Schuld: Viele Smartphones unter 250 Euro sind bereits gut genug, um jahrelang gerüstet zu bleiben.

Es hat lange gedauert, doch „Peak Smartphone“ wurde erreicht. 2018 gingen die Smartphone-Verkaufszahlen Prognosen zufolge erstmals seit der Einführung des iPhones zurück. Die Gründe sind vielfältig, doch es lässt sich recht einfach herunterbrechen: Zu viele Menschen haben Smartphones, die gut genug sind.  Es gibt kaum mehr Anreize, jedes Jahr ein neues Gerät zu kaufen. Schnellere Prozessoren und Speicher machen sich im Alltag kaum mehr bemerkbar und auch die Kameras günstiger Smartphones haben mittlerweile ein brauchbares Niveau erreicht. Statt jedes Jahr ein neues iPhone zu kaufen, reicht auch alle drei Jahre ein günstiges Mittelklasse-Gerät für 300 Euro. Eine Trendwende, mit der auch die Hersteller erst zurechtkommen müssen.

Während Samsung und Apple die Preise ihrer Top-Modelle kräftig anheben, machen ihnen vor allem chinesische Konkurrenten mit günstigen Geräten unter 250 Euro Marktanteile abspenstig. Der Konsument darf sich darüber freuen, denn so kommt man oftmals an Features, die vor wenigen Jahren noch deutlich teureren Modellen vorbehalten waren. Dennoch gibt es unter den günstigen Alternativen auch einige schwarze Schafe, die an den falschen Stellen sparen. Einer der wichtigsten Aspekte: Updates. Nur wenige namhafte Hersteller garantieren regelmäßige Aktualisierungen, unter anderem Nokia und Xiaomi.

Xiaomi Mi A2 (Lite)

Der chinesische Hersteller Xiaomi ist nicht ohne Grund derzeit die Nummer vier auf dem weltweiten Smartphone-Markt. Das als „chinesische Apple“ bezeichnete Unternehmen soll knapp 50 Milliarden US-Dollar wert sein und expandiert seit 2018 auch nach Europa. Hierzulande lockt man vor allem mit dem Mi A2. Das Smartphone ist Teil von Googles „Android One“-Programm und bekommt somit zumindest zwei Jahre lang Software-Updates – eine Seltenheit für ein Gerät unter 200 Euro. Die technische Ausstattung ist ebenfalls mehr als solide: Xiaomi hat einen modernen Mittelklasse-Prozessor, wahlweise 32 bis 128 Gigabyte an internem Speicher, einen 6-Zoll-Bildschirm (ohne „Notch“) sowie eine gute Dual-Kamera (12/20 Megapixel) verbaut.

Beim Kauf sollte man jedoch den Unterschied zwischen Mi A2 und Mi A2 Lite beachten. Optisch mag die Lite-Variante dem normalen Modell ähneln, die technische Ausstattung – schwächerer Prozessor und Kamera und ein Display mit einem tropfenförmigen „Notch“ – fällt jedoch etwas abgespeckt aus. Lediglich der deutlich größere Akku (4000 statt 3000 mAh) verspricht mehr Ausdauer.

Motorola Moto G6

Jahrelang war die Moto-G-Serie von Motorola das Maß aller Dinge im Mittelklasse-Segment. Auch die aktuelle Generation, das G6, ist weiterhin eine gute Option, mittlerweile ist man aber nicht mehr konkurrenzlos. Leider setzt das Moto G6 nicht auf Android One, weswegen unklar ist, wie lange das Smartphone noch mit Updates versorgt wird. Der Einsteiger-Prozessor sorgt für ausreichend Leistung, um aktuelle Apps und Spiele problemlos ausführen zu können, viele Reserven für die Zukunft hat man jedoch nicht. Auch bei der Kamera (zwölf und fünf Megapixel) kann die Konkurrenz mittlerweile mehr bieten. Dafür ist der verbaute 3000-mAh-Akku dank Schnelllade-Technologie flott geladen.

Unter dem Strich ist das Moto G6 derzeit nur zweite Wahl im direkten Vergleich mit der Konkurrenz. Ein Nachfolger, der deutlich nachbessert, dürfte im Laufe des Frühjahrs folgen. Alternativ bietet man mittlerweile mit dem Motorola One eine etwas besser ausgestattete Alternative an, die auch Teil des Android-One-Programmes ist.

Nokia 6.1 (Plus)

Nokia ist nicht gleich Nokia. Das gilt auch für die Android-Smartphones, die unter der Traditionsmarke derzeit erhältlich sind. Diese werden von HMD Global, einem von Ex-Nokia-Managern gegründetem Start-up, entwickelt und produziert, Nokia selbst stellt lediglich Marke und Patente bereit. Dennoch legte das Unternehmen 2017 einen guten Start hin: Bereits im ersten Jahr wurden 70 Millionen Geräte verkauft, mittlerweile ist man in den Top 10.

Das Portfolio ist simpel: Je größer die Zahl, desto besser die Ausstattung. Da überrascht es kaum, dass das Nokia 6.1 Plus derzeit der Einstieg für die Mittelklasse darstellt. Mit Glas-Rückseite und Aluminium-Rahmen will man vor allem mit hochwertiger Verarbeitung punkten, aber auch die technische Ausstattung ist für diese Preisklasse sehr ordentlich. Die 64 Gigabyte an internem Speicher können optional auch per Speicherkarte erweitert werden. Für Fotos setzt man auf eine Dual-Kamera (16/5 Megapixel) mit Zeiss-Linsen, die Selfie-Kamera nimmt mit stolzen 16 Megapixel Bilder auf.

Huawei P Smart

Huawei bietet traditionell für all seine High-End-Modelle auch abgespeckte Varianten an. Beim im April 2018 veröffentlichten P20 war man dermaßen schnell, dass die Lite-Variante sogar vor dem eigentlichen Top-Modell erhältlich war. Mit dem P Smart (2019) bietet man nun ein aufgefrischtes Mittelklasse-Modell an, das für 250 Euro mehr als ausreichend Leistung bietet. Der 6,21 Zoll große Bildschirm setzt auf eine tropfenförmige Einkerbung für die Selfie-Kamera, die sich in den Systemeinstellungen mit einem schwarzen Balken aber auch verstecken lässt. Als Prozessor kommt der von Huawei entwickelte Octa-Core-Chip Kirin 710 zum Einsatz, der vor allem auf eine lange Akkulaufzeit optimiert wurde.

Viele der Features aus den P20-Modellen wurden übernommen, beispielsweise Entsperren über Gesichtserkennung, KI-unterstützte Kamera-Funktionen sowie der relativ üppige Akku (3400 mAh). Das P Smart setzt zwar auf eine Dual-Kamera (13/2 Megapixel), doch die zweite Kamera dient lediglich der Erkennung von Tiefeninformationen für Porträtfotos. Enttäuschend ist zudem die Tatsache, dass Huawei wieder einen microUSB-Anschluss verbaut, während der Rest der Branche auf USB-C setzt.

Samsung Galaxy M20

Samsungs Galaxy M10 und M20 sind die ersten Smartphones des südkoreanischen Konzerns, die auf einen Notch setzen. Bislang wurden die günstigen Geräte erst für den indischen Markt angekündigt, ob diese auch in Europa bzw. Österreich erhältlich sein werden, ist noch unklar. Grundsätzlich ist das Gesamtpaket – auch trotz veralteter Android-Version – in Anbetracht des Preises spannend. Neben dem hauseigenen Octacore-Chip Exynos 7904 kommen wahlweise 32 oder 64 Gigabyte an internem Speicher sowie drei oder vier Gigabyte Arbeitsspeicher zum Einsatz. Vor allem der 5000-mAh-Akku könnte aber für ordentlich Ausdauer sorgen und dem Smartphone zu weit über einem Tag Laufzeit verhelfen.

Das 6,3-Zoll-Smartphone soll für rund 150 Euro im Februar in Indien auf den Markt kommen. Hierzulande bekommt man mit dem A6 und J6 ähnlich ausgestattete Alternativen, auch wenn diese noch über keine Dual-Kamera für Porträtfotos und einen deutlich kleineren Akku (3000 mAh) verfügen. Das J6 ist dank seines Plastikgehäuses die günstigere Alternative (rund 180 Euro), das A6 kostet aufgrund einer Glas-Rückseite und Aluminium-Rahmen rund 200 Euro.

Honor 8X

Die Huawei-Tochtermarke Honor bietet mit dem 8X ein weiteres spannendes Mittelklasse-Modell an. Obwohl der Preis relativ ähnlich ist, hat Honor dem 8X eine bessere Kamera (20/2 Megapixel), einen größeren Bildschirm (6,5 Zoll) sowie mehr Speicher (64 Gigabyte und vier Gigabyte Arbeitsspeicher) spendiert.

Auch der Akku ist etwas größer (3750 statt 3400 mAh). Abgesehen davon ist das Smartphone weitestgehend baugleich mit dem P Smart und setzt auf den gleichen Prozessor, Software und leider auch auf microUSB statt USB-C. Die Verarbeitung ist dank einer Glas-Rückseite und Aluminium-Rahmen aber etwas hochwertiger als beim P Smart.