© APA/AFP/FREDERIC J. BROWN / FREDERIC J. BROWN

Produkte
07/16/2020

Elon Musk verrät, warum es kein günstigeres Tesla Model Y gibt

Der Elektroauto-Hersteller will in einem bestimmten Punkt keine Abstriche machen, weshalb die Preisgrenze hoch bleibt.

Das Einstiegsmodell des Tesla Model Y sollte laut ursprünglichen Angaben 39.000 Dollar kosten. Diese "Standard Range"-Version kann nun aber bei Tesla nicht mehr bestellt werden. Auf Twitter wurde Elon Musk gefragt, ob die Version nun auf den Markt komme oder nicht. Der Firmenchef antwortete darauf knapp mit: "Nein, weil die Reichweite inakzeptabel gering wäre."

Nicht unter gewisser Mindestgröße

Die laut Musk "inakzeptable" Reichweite würde sich auf unter 250 Meilen (400 Kilometer) gemäß dem Messverfahren der US-Umweltbehörde EPA belaufen. Tesla ist offenbar nicht bereit, einen günstigeren Akku im Model Y zu verbauen und dadurch Abstriche bei der Reichweite zu machen.

Wie Inverse berichtet, ist die berüchtigte Reichweitenangst für viele E-Auto-Hersteller ein Grund, um möglichst große Akkus in ihren Fahrzeugen zu verbauen. Tesla besitzt mit dem Supercharger-Netzwerk eigentlich ein Instrument, um derartige Sorgen auch ohne massiv große Batterien auszuräumen. Dennoch ist das Unternehmen nicht bereit, eine gewisse Mindestgröße zu unterschreiten.

Reichweite meist nicht notwendig

Inverse vergleicht diese Taktik mit Apple unter Steve Jobs, der - 2008 auf geringe Marktanteile angesprochen - meinte: "Wir können einfach keinen Schrott verkaufen". Zahlreiche Elektromobilitätsexperten weisen aber stets darauf hin, dass durchschnittliche Tagesfahrleistungen derart gering sind, dass kleine Akkus im Alltag ausreichen würden. Auch das Ladeverhalten unterscheide sich bei der Elektromobilität klar von bekannten Tankgewohnheiten bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Größere Akkus bedeuten zudem mehr Gewicht, was wiederum mehr Motorleistung notwendig mache.