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HP Spectre x360 14 im Test: Notebook nahe der Perfektion

Mit dem Spectre x360 14 liefert HP ordentlich ab. Jetzt müssen andere Hersteller nachziehen

Ein Convertible beschreibt bei Notebooks ein Gerät, das als Laptop und Tablet genutzt werden kann. HPs Spectre x360 14 erweitert den Begriff um ein ganzes Spektrum.

Es hat die Verarbeitung eines Luxus-Geräts, ist ausgezeichnet für das mobile Arbeiten und hat genügend Leistung, um auch noch das Heim-Notebook zu ersetzen. Es ist die Dreifaltigkeit der Laptops: Angeben, Arbeiten und alles andere, was man zuhause so macht mit einem Notebook.

Ausführungen und Preise

So vielfältig wie das Spectre x360 14 ist, sind auch die Ausführungen. Es gibt 3 Farben, außerdem stehen mehrere Prozessoren, Speicher- und Displayvarianten zur Auswahl. Die UVPs beginnen bei 1.399 Euro (i5, 8GB RAM, 512 GB Speicher, LC-Display 1.920 x 1.280 Pixel), auf Preisvergleichsportalen gibt es diese Ausführung bereits ab 1.300 Euro.

Die Version mit i7 und 16 GB RAM ist ab etwa 1.615 Euro erhältlich. Das von mir getestete Modell in der Farbe „Nightfall Black“ mit der Modellnummer „14-ea0072ng“ hat einen OLED-Bildschirm, i7, 16 GB RAM, 1 TB Speicher und ist im Handel derzeit ab 1.800 Euro erhältlich.

Vorsicht bei der Suche nach den Preisen: Die „14“ im Namen ist essenziell, es gibt auch ein Spectre 13 und 15. Das 14er ist aber das einzige Modell mit 3:2-Display und genau das macht es besonders.

Vorbildlicher Lieferumfang

Diese Preise zeigen bereits, dass sich das Spectre x360 14 im gehobenen Preissegment für Ultrabooks bewegt. Gemessen an der Ausstattung ist es aber noch im Rahmen. Ein vergleichbares Gerät von Microsoft mit 3:2-Display ist das Surface Book 3 13,5 Zoll, das mit i7 in der günstigsten Version 2.049 Euro kostet – und keinen OLED-Bildschirm hat.

Dass man bei HP für den hohen Preis auch etwas geboten bekommt, zeigt der Lieferumfang. Dieser ist vorbildlich. Neben dem Notebook sind enthalten:

  • 65 Watt USB-C-Ladegerät mit geflochtenem Kabel
  • HP MPP 2.0 Tilt Pen
  • USB-C-Hub
  • Kunstlederschutzhülle

Der Tilt Pen ist ein Stylus mit 2 Tasten, aufgeladen wird er per USB-C. Der Stift kann magnetisch an der linken Seite des Notebooks angebracht werden, ein sicherer Transport ist so aber nicht möglich. Hier hat HP mitgedacht: An der Schutzhülle gibt es ein eigenes Fach für den Pen.

Für den USB-C-Hub gibt es kein eigenes Fach. Der ist aber schlank genug, dass er ebenfalls in die Hülle passt. Der Hub wird per USB-C mit dem Notebook verbunden und hat 2 USB-A-Anschlüsse, einen HDMI-Anschluss und einen USB-C-Anschluss. Letzterer ist primär gedacht, um das Ladegerät anzuschließen.

Der Hub wird dadurch zur Mini-Dockingstation. Man kann ihn zuhause am Ladegerät stecken lassen, per HDMI ist ein externer Monitor verbunden und die 2 USB-Anschlüsse werden mit Tastatur und Maus belegt. Wenn man nachhause kommt, braucht man nur noch das Notebook an den Hub anschließen und hat so einen Desktop-Ersatz.

Design mit Ecken und Kanten

Das mir zur Verfügung gestellte Testgerät hat die Farbe „Nightfall Black“. Neben „Poseidon Blue” und „Natural Silver” ist es noch die unauffälligste Farbe, wobei sich das Spectre 360 14 weder verstecken muss, noch will. Es ist ein Luxusgerät und das Design zeigt das deutlich –ohne, dass es den anderen Teilnehmer*innen im Meeting entgegenschreit: „Ich hab Geld! ICH HAB GEEEEELD!“

Möglich ist die dezente Angeberei durch das sandgestrahlte Aluminiumgehäuse. Die Ecken ziehen sich wie ein kupferfarbenes Band rund um das Notebook. Das HP-Logo und die Scharniere sind ebenfalls kupferfarben.

Das alleine macht es aber nicht aus. Die Ränder haben eine sanfte Kante, die in auffälligen Ecken enden. Diese Ecken sind mittlerweile ein Markenzeichen der Spectre-Serie geworden. Sie sind nicht übertrieben protzig aber man erkennt am ersten Blick, dass es sich hierbei nicht um ein 0815-Notebook handelt. Ein kleiner Nachteil: Das Alugehäuse ist nicht nur Blick-, sondern auch Fingerabdruckmagnet. Man sollte das Spectre x360 14 in regelmäßigen Abständen mit einem Mikrofasertuch sauberwischen.

Die Kanten sind sanft genug, damit sie nicht unangenehm stechen, wenn man mit den Fingern entlangstreicht. Auf den zweiten Blick wird noch erkennbar, wie nahezu perfekt die Verarbeitung ist. Das Notebook sieht aus wie aus einem Guss. Nirgends gibt es Spaltmaße, die darauf hindeuten, dass das Notebook irgendwo in einer chinesischen Fabrik aus zig Einzelteilen zusammengesetzt wurde.

Gehäuse des Displays ist etwas zu dünn

Im geschlossenen Zustand wirkt das Notebook, auch wegen seiner Dicke von nur 1,69 Zentimeter, kleiner als es ist. Man könnte es für ein 11- oder 12-Zoll-Notebook halten, obwohl das Display 13,5 Zoll groß ist (trotzdem heißt es x360 14).

1,35 Kilogramm sind für ein Convertible dieser Größe in Ordnung. Im Tablet-Modus wird man es aufgrund des Gewichts aber vermutlich nicht allzu lange in den Händen halten wollen. Viel leichter wäre es beim Spectre x360 14 aber vermutlich nicht mehr gegangen, ohne die Stabilität zu gefährden. Der Deckel des Displays ist bereits relativ dünn, weshalb es sich im geschlossenen Zustand leicht eindrücken lässt. Dies trübt das Luxusgefühl etwas. Zwar geben auch Apples MacBooks nach, aber weniger als dieses Gerät.

Scharniere machen einen guten Eindruck, Display wackelt trotzdem

Die Scharniere halten das Display verlässlich in allen Winkeln. Ob das auch noch nach einem Jahr so ist, konnte aufgrund des 2-wöchigen Testzeitraums nicht festgestellt werden.

Durch die festen Scharniere kippt das Notebook leicht nach hinten, wenn man es mit einer Hand öffnet. Es wirkt aber so, als wäre das im Design beabsichtigt. Durch das leichte Kippen steht es genau auf der unteren Kante des Aluminiumrahmens, wodurch eine Hebelwirkung erzeugt wird, durch die sich das Display einhändig öffnen und in den gewünschten Winkel bringen lässt.

Bedingt durch die Konstruktion wackelt das Display aber nach, wenn man darauf tippt. Bis zu 2,5 Sekunden wackelt das Display auffällig nach. Erst nach über 5 Sekunden steht es wieder komplett still. Das ist etwas lästig, wenn man das Spectre im Notebook-Modus per Touchscreen oder mit dem Pen bedient. Nutzt man für die aktuelle Tätigkeit ausschließlich diese Eingabemethoden, kann man in den Zelt- oder Tablet-Modus wechseln – hier gibt es das Problem mit dem Wackel-Display nicht.

3:2 + OLED = win

Der Bildschirm ist ein Highlight des Spectre x360 14. Es ist 13,5 Zoll groß und hat das Format 3:2 (3.000 x 2.000 Pixel). Das ist in fast allen Situationen besser als das übliche 16:9-Format. Dennoch sind Notebooks im 3:2-Format noch selten. Salonfähig machte es Microsoft, mit seinen Surface-Geräten.

Ursprünglich ist 3:2 es für die arbeitende Office-Fraktion gemacht, mittlerweile finde ich es aber für Websurfen, Bildbearbeitung, Videoschnitt, E-Mails und den restlichen Alltag angenehmer. Nachteile gibt es beim Videoschauen (bei 16:9-Videos sieht man schwarze Balken, bei alten 4:3-Videos sieht man dafür weniger Balken) und bei Computerspielen, wenn es etwa bei einem Shooter oder Rennspiel wichtiger wäre mehr links und rechts zu sehen, statt oben und unten.

Dass das 3:2-Display OLED ist, macht die Sache noch feiner. Es sorgt für tolle Kontraste und kräftige Farben. Gepaart mit den dünnen Displayrändern des Notebooks, macht das Einiges her. HP vergisst dabei die Arbeitenden und Kreativen nicht. Im „HP Command Center“ bzw. der „Display Control“ gibt es Schnelleinstellungen, um den Farbmodus auf sRGB, Adobe RGB und DCI-P3 anzupassen. Auf Wunsch kann der Modus automatisch gewählt werden, je nachdem, welche Software man nutzt. Bei Chrome wird etwa sRGB verwendet, im Photoshop Adobe RGB und bei Netflix wird der für Videos optimierte DCI-P3-Modus aktiviert. Natürlich können weitere Programme oder Apps hinzugefügt werden.

So gut ein OLED-Display auch ist, 2 kleine Nachteile der Technologie finden sich auch hier. Weiß wirkt manchmal nicht Reinweiß, sondern leicht gräulich. Mit bis zu 400 nits ist die maximale Helligkeit mehr als ausreichend für (helle) Innenräume. Ist man aber draußen in der Sonne, hat man es schwer auf dem Bildschirm noch etwas zu erkennen. Dafür gibt es aber OLED-typisch wieder sehr große Betrachtungswinkel. Wer gerne in seinem Bürostuhl herumwetzt, muss nicht jedes Mal den Winkel des Displays anpassen, um eine korrekte Farbdarstellung zu sehen.

Überraschend viel Sound, mit den üblichen Schwächen

Beim Sound braucht man sich von Ultrabooks keine Wunder erwarten. Je kompakter das Gerät, desto schlechter der Ton – egal welcher Audiohersteller angeblich sein Fachwissen ins Ultrabook einfließen hat lassen.

Hier gibt es beim Spectre X360 14 eine kleine Überraschung. Es gibt einen Sweet Spot bei der Lautstärke im Bereich 40 bis 55 Prozent. Hier klingt der Klang nicht nur passabel, sondern kommt auch überraschend breit daher. Es wirkt ein bisschen wie eine Mini-Soundbar. Bei geringerer Lautstärke verschwindet der Effekt weitestgehend. Dreht man lauter werden die Höhen, die ohnehin zu stark betont sind, klirrend. Tiefen vermisst man gänzlich.

Die gute Nachricht ist, dass dieser Sweet Spot ausreichend laut ist, etwa für Netflix am Wochenende, eine Präsentation in einem Meeting oder ein schnelles Game im Feierabend.

Tastatur und Touchpad

Die Tastatur des Spectre ist hervorragend. Die Tasten haben kaum Spiel in der X- und Y-Achse im Gehäuse. Sie haben einen ganz klaren Druckpunkt, ohne vorher schon nachzugeben und lösen präzise aus. Durch die Abstände zwischen den Tasten werden Vertipper zusätzlich vermieden. Außerdem sind die Tasten leise, selbst wenn man energisch tippt.

Mankos gibt es hier lediglich beim Platz. Linkshänder wird es nicht freuen, dass die rechte Strg-Taste fehlt – an dieser Stelle ist ein Fingerabdruckscanner. Die verkleinerte Enter-Taste ist ebenfalls gewöhnungsbedürftig, leider wird das immer mehr zum Standard bei Ultrabooks.

Das Touchpad hat eine angenehme Größe. Multitouch-Gesten werden gut erkannt. Für meinen Geschmack könnte das Touchpad etwas gleitfreudiger sein, es ist eher auf Präzision ausgelegt. Dies merkt man etwa bei schnellen Richtungswechseln. Das Drücken des Touchpad ist etwas schwerer, als bei anderen Ultrabooks. Wer lieber fühlbar drückt statt nur das Touchpad anzutippen, muss sich eventuell an den höheren Kraftaufwand gewöhnen.

Ausreichend Anschlüsse

Für ein Ultrabook ist die Anzahl der Anschlüsse nahezu großzügig. Es gibt 2 USB-C-Anschlüsse (Thunderbolt 4), wofür man im Falle des Energiebedarfs einen für das Ladegerät benötigt.

Hierfür bietet sich der USB-C-Anschluss in der Ecke des Notebooks an. Wenn HP allerdings schon so elegant den Anschluss im Design integriert, hätte ruhig an der anderen Ecke auch ein USB-C-Anschluss sein können, wodurch die Gesamtzahl der USB-C-Anschlüsse auf 3 gestiegen wäre.

Dafür gibt es aber einen regulären USB-A-Anschluss direkt am Gerät, die klassische 3,5mm-Kopfhörer-Buchse und einen MicroSD-Slot. Ein SIM-Karten-Slot bzw. ein LTE/5G-Modul gibt es nicht.

Nochmals lobend zu erwähnen ist, dass beim Lieferumfang des Notebooks der USB-C-Hub beiliegt, der das x360 14 um 2 USB-A-Anschlüsse und einen HDMI-Anschluss erweitert.

links: © Gregor Gruber

rechts: © Gregor Gruber

Kamera-Klappe

Links die Kamera aktiviert, rechts deaktiviert und durch Klappe bedeckt

Elektronische Klappe für die schlechte Kamera

Das Spectre x360 14 ist vorbildlich, wenn es um Sicherheitsmaßnahmen gibt. Es hat einen Fingerabdruckscanner, der allerdings etwas seltsam positioniert ist. Er ersetzt die rechte Strg-Taste. Als Rechtshänder hätte er für mich rechts oben, in der Nähe der Einschalttaste, mehr Sinn gemacht.

Die Anmeldung per Gesichtsscan ist als biometrische Alternative ebenso möglich. Außerdem gibt es an der Tastatur rechts oben eine eigene Taste, um die Kamera zu deaktivieren. Drückt man die, schiebt sich eine Klappe vor die Kamera. Diese ist Schwarz-Weiß gestreift, damit man auf den ersten Blick sieht, wenn sie geschlossen ist. Zusätzlich leuchtet eine orange LED bei der Kamera-Ausschalt-Taste. Will man sich per Gesichtsscan anmelden, muss man vor dem Scan die Kamera per Tastendruck aktivieren.

Die Kamera selbst ist leider nur 720p-Standardkost. Und das heißt blasse Farben und Grießeln, wenn man nicht optimal ausgeleuchtet ist. In Corona-Zeiten und der damit verbunden Zunahme von Online-Konferenzen sollte man meinen, dass die Hersteller mittlerweile erkannt haben, dass bessere Webcams nötig sind. Hier sollte sich HP (und viele andere Hersteller) ein Beispiel an Microsoft und dessen 1080p-Kamera im Surface Pro 7 nehmen.

So zugemüllt sind Taskleiste und Startmenü, direkt nachdem man das Spectre in Betrieb genommen hat

Bloatware, Werbe-Pop-ups und ungefragte Newsletter-Anmeldung

Während mich die durchschnittliche Webcam etwas enttäuscht, macht mich die Bloatware auf dem x360 14 richtig grantig. Es beginnt schon beim Einrichten des Geräts. Nach dem ersten Einschalten komm direkt nach der Windows-Registrierung 2x die Abfage ob HP Daten senden darf, dann soll man sich noch für Dropbox und einen VPN-Dienst anmelden – ohne, dass man überhaupt mal den Desktop gesehen hat. Was besonders ärgerlich ist: Man wird ungefragt für den Newsletter der vorinstallierten Anti-Virensoftware McAfee angemeldet, mit der E-Mail-Adresse des Windows-Kontos.

Hat man es mal zum Desktop geschafft, wird man regelrecht von Bloatware erschlagen. Standardmäßig ist der Zoom der Icons auf 275 Prozent geschaltet. Dadurch ist die ganze Taskbar voll mit ExpressVPN, Dropbox, myHP, der Office-Testversion, Netflix und McAfee. Das Kachel-Menü ist ebenfalls angefüllt damit.

Die Belästigung geht weiter. Für Dropbox, ExpressVPN und McAfee werden bei späteren Starts große Pop-ups angezeigt, wenn man sich nicht für die Dienste angemeldet hat.

Hier muss man sich fragen, ob HP nicht darüber nachdenkt, wie so etwas bei den Kund*innen ankommt. Diese haben gerade 1.800 Euro für ein Luxus-Notebook ausgegeben und werden dann mit Werbung und unerwünschter Software erschlagen. Selbst bei einem 500-Euro-Gerät vom Hofer ist das lästig, aber wenn man Premium kauft, erwartet man diese extreme Form der Zumüll-Zumutung nicht.

Viel Leistung, aber nicht für Gaming gedacht

Das Spectre ist nicht fürs Gaming ausgelegt, dementsprechend gibt es nur den integrierten Intel-Grafikchip. Der Intel i71165G7 und die 16 GB RAM haben aber dennoch ausreichend Leistung, um zumindest ein paar ältere Spiele flüssig wiederzugeben. Wichtig ist, dass man im HP Command Center vorher von „intelligente Anpassung“ auf „Leistung“ umstellt. Witcher 3 läuft dann mit mittleren Details und reduzierter Auflösung (1.366 x 768) mit durchschnittlich 40fps. Bei anderen AAA-Titeln muss man die Grafikqualität auf niedrig stellen und ggf. die Auflösung noch weiter reduzieren, weil sie sonst unspielbar sind.

Für alle anderen Anwendungen, egal ob Office, Bildbearbeitung oder 4K-Videoschnitt, hat das x360 14 ausreichend Leistung. Lediglich beim Exportieren großer Bilddateien bzw. dem Rendern des fertigen Videos dauert es etwas länger, da es eben keine dedizierte Grafikkarte gibt.

Das Hitze-Management des x360 ist sehr gut. Warm wird es nur im Bereich der Lüfterleiste über den F-Tasten, wo man ohnehin keine Hände oder sonstigen Körperteile hat. Aber auch hier ist es maximal warm und nicht heiß.

Die Lautstärke bleibt ebenfalls gering. Im intelligenten Modus ist der Lüfter meist gar nicht zu hören. Wenn das x360 14 mal arbeitet, dann ist der Lüfter zwar hörbar, aber nicht störend laut. Die Frequenz des Geräusches ist ebenfalls im angenehmen Bereich.

Akkulaufzeit

HP verspricht eine Akkulaufzeit von 11 Stunden bei durchschnittlicher Nutzung. Erreicht werden kann das aber nur im Energiesparmodus mit reduzierter Helligkeit und wenig rechenintensiven Anwendungen.

In der Alltagsanwendung sind 7 bis 8 Stunden realistisch. Erhöht man die Helligkeit, weil man etwa in einem hellen Raum Fotos bearbeitet, geht es eher Richtung 6 Stunden. Wer mehr Akkulaufzeit benötigt, kann das Spectre x360 14 mit dem normalen LC-Display statt dem OLED-Bildschirm nehmen. Das hat eine geringere Auflösung (1.920 x 1.280 Pixel), wodurch im Arbeitsalltag die Laufzeit auf 10 Stunden ansteigt.

Fazit

Das HP Spectre x360 14 legt die Latte für alle Ultrabook-Convertibles höher. Die Kombo aus 3:2-Format und OLED-Display, zusammen mit der Flexibilität, die die 360-Grad-Scharniere bieten, ist derzeit konkurrenzlos. Design und Verarbeitung sind großartig. Dazu kommen eine sehr gute Tastatur und clevere Kleinigkeiten, wie das mitgelieferte Zubehör und die elektronische Klappe für die Webcam.

Zur Perfektion reicht es aber nicht. Die Akkulaufzeit müsste etwas länger sein, um damit einen ganzen Arbeitstag ohne Ladegerät zu überstehen. Das Maß an aufdringlicher Bloatware ist eine Frechheit und die schwache Webcam trübt die Freude am sonst tollen Gerät in Zeiten von Online-Meetings.

Wenn man sich mit den Schwächen arrangieren kann, bekommt man mit dem HP Spectre x360 14 ein tolles Notebook für das mobile Arbeiten, das reguläre und das Homeoffice und die Freizeit – wenn man nicht gerade die neuesten Blockbuster-Games spielen will.

Technische Daten

HP Spectre x360 Convertible 14-ea0072ng

Betriebssystem
Windows 10 Home 64
Prozessor
Intel® Core™ i71165G7 (bis zu 4,7 GHz mit Intel® Turbo Boost-Technologie, 12 MB L3Cache, 4
Kerne)[6,7}
Prozessorproduktfamilie: Intel® Core™ i7-Prozessor der 11. Generation
Chipsatz
Intel® Integrated SoC
Speicher
16 GB LPDDR4-3200 SDRAM (integriert)
Speichersteckplätze: 0:
Übertragungsraten bis zu 3200 MT/s.
Datenspeicher
Intel® PCIe® NVMe™ M.2 SSD-Laufwerk, 1 TB
Intel® Optane™ 32 GB-Speicher
Optisches Laufwerk nicht im Lieferumfang enthalten
Dropbox
Grafik
Integriert: Intel® Iris® Xᵉ-Grafikkarte;
Audio
Lautsprecher von Bang & Olufsen; Quad Lautsprecher; HP Audio Boost
Anzeigegerät
3K2K-Touchscreen (3000 x 2000) mit 34,3 cm (13,5 Zoll) Diagonale, OLED, Multitouch-fähig,
UWVA, Edge-to-Edge-Glas, Micro-Edge, BrightView, Corning® Gorilla® Glass NBT™ gegen
Reflexionen, 400 Nits, 100 % DCI-P3
Screen-to-Body-Ratio
90.33%
Stromversorgung
Netzdapter, USB Type-C™, 65 W;
Akku-/Batterietyp
Li-Ion-Polymer-Akku, 66 Wh, 4 Zellen;
275 g;
Akku und Leistung
Bis zu 11 Stunden und 15 Minuten ;
Unterstützt die Akku-Schnellladetechnologie: ca. 50 % in 45 Minuten
Maximale Akku-Lebensdauer, Videowiedergabe
Bis zu 13 Stunden und 30 Minuten
Drahtlose Konnektivität
Intel® Wi-Fi 6 AX201 (2x2) und Bluetooth® 5 kombiniert (Unterstützung von
Dateiübertragungsgeschwindigkeiten im Gigabit-Bereich)
Miracast-kompatibel; MU-MIMO unterstützt
Anschlüsse
2 Thunderbolt™ 4 mit USB4™ Type-C® 40 Gbit/s Signalrate (USB-Stromversorgung,
DisplayPort™ 1.4, HP Sleep und Charge); 1 SuperSpeed USB Type-A mit 10 Gbit/s Signalrate (HP
Sleep and Charge); 1 Kopfhörer/Mikrofon kombiniert
1 microSD-Speicherkartenleser
Webcam
HP True Vision 720p HD-Infrarotkamera mit Kamera-Blende und integrierten Dual-Array-
Digitalmikrofonen
Gewicht
1.34 kg;
Verpackt: 3,07 kg
Gewicht, Fußnote: Das Gewicht variiert je nach Konfiguration
Abmessungen
29,83 x 22,01 x 1,69 cm;
Verpackt: 14,7 x 41,3 x 33,2 cm
Tastatur
Tastatur in voller Größe, Nightfall Black, mit Hintergrundbeleuchtung
HP Imagepad mit Multi-Touch-Gestenunterstützung; Unterstützt Precision Touchpad
Sicherheitsmanagement
All-in-One-Tastatur; Unterstützt Trusted Platform Module (TPM)
Fingerabdruckleser
Sensoren
Beschleunigungsmesser; Gyroskop; eCompass; Farbtemperatursensor; Infrarot-
Temperatursensor

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Gregor Gruber

Testet am liebsten Videospiele und Hardware, vom Kopfhörer über Smartphones und Kameras bis zum 8K-TV.

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