© Acura

Produkte
06/20/2020

Neuer Airbag fängt das Gesicht mit einem Dreifach-Netz

Die Firma Acura hat einen Schutz entwickelt, der speziell Hirnschäden bei Beifahrern bei schweren Unfällen verringern soll.

Zwar sind heutzutage Autos, Lastwagen und SUVs viel sicherer als je zuvor, aber es gibt noch immer genügend Menschen, die auf der Straße in ihrem Fahrzeug sterben. Die Firma Acura hat deshalb einen neuartigen Airbag entwickelt, der vor allem dazu dienen soll, Hirnverletzungen bei Beifahrern auf den Vordersitzen zu reduzieren.

Anstelle eines Einkammer-Beifahrerairbags, den Fahrzeuge derzeit im Armaturenbrett des Autos verbaut haben, werden drei einzelne Kammern verwendet, die zusammen wie ein Baseballfängerhandschuh funktionieren sollen. Der Kopf soll auf diese Art und Weise sanft und ohne Drehung abbremsen können, wie ArsTechnica berichtet.

Neuer Crashtest-Dummy

Das Acura-Projekt begann mit einem neuen Crashtest-Dummy namens Thor, der die Arten von Verletzungen, die Menschen erleiden, wenn sie bei einem Fahrzeugunfall plötzlich zum Stillstand kommen, genauer wiedergibt als bisher. Beim Airbag von Acura blasen sich beim Auslösen die Außenboardkammern auf, die durch einen Stoffsegel miteinander verbunden sind. Hinter diesem Segel und zwischen den beiden Außenbordkammern befindet sich eine dritte zentrale Kammer - diese ist diejenige, in die am Ende das Gesicht fällt. So kann sich der Kopf nicht mehr verdrehen.

Das erste Modell des Airbags, Acura TLX, soll im Herbst in den Handel kommen. Das Unternehmen hat bei der Entwicklung des Airbags mit der schwedischen Firma Autoliv zusammengearbeitet, und Autoliv kann dieses Design prinzipiell auch für andere OEMs herstellen. In welchen Fahrzeugen es noch zum Einsatz kommen wird, ist allerdings noch nicht bekannt.