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10/19/2020

Neuer Tesla-Akku soll 3,5 Millionen Kilometer halten

Ein renommierter Batterieforscher hat eine Akkuzelle entwickelt, die eine fast unbegrenzte Lebensdauer aufweist.

Der Tesla-Batterieforscher Jeff Dahn hat neue Testergebnisse gezeigt, die zu Akkus mit einer Lebensdauer von mehr als 10.000 Zyklen bzw. 3,5 Millionen Kilometer in einem Elektroauto führen könnten. Davon berichtet nun Electrek. Bereits vor einem Jahr beschrieb Dahn in einem Paper die Erforschung einer besonders langlebigen Batterie. Nun wurden weitere Tests durchgeführt, die auf eine noch längere Lebensdauer hinweisen. 

So war damals von etwa 6.000 Ladezyklen die Rede. Die neuen Tests zeigen aber, dass die Zellen mit kleinen Anpassungen auch 10.000 Zyklen wegstecken können. Rechnet man mit 350 Kilometer pro Ladung, kommt man auf eine Lebensdauer von 3,5 Millionen Kilometer. Wenn man den Akku schonend behandelt - also ihn wenn möglich nie völlig entleert und auch nicht auf 100 Prozent auflädt - sollen sogar 15.000 Zyklen möglich sein. 

Die gesamte Präsentation von Dahn kann auf YouTube nachgesehen werden. Sie beginnt bei Minute 22:29.

Und wer braucht das?

Dahn wirft in seinem Vortrag auch die Frage auf, ob man derart langlebige Akkus überhaupt braucht. Er beantwortet die Frage dabei mit einem deutlichen Ja. Denn neben gewöhnlich Elektroautos sollen die Akkus künftig auch in anderen Fahrzeugen zum Einsatz kommen, bei denen die Belastung höher ist. Dazu zählen etwa Fahrzeuge für den öffentlichen Verkehr. 

Auch könne dadurch der ökologische Fußabdruck der Akkus deutlich verbessert werden. Anstatt die Batterien zu recyceln, könne man sie einfach von einem alten Elektroauto ins nächste einbauen und so mehrmals weiterverwenden.

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