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12/09/2019

Online Geld anlegen: Erste launcht Invest Manager in George

Wer eine Alternative zum Sparbuch sucht, kann bei Erste Bank und Sparkassen künftig online Geld anlegen.

von Martin Stepanek

Das klassische Sparbuch hat angesichts minimaler Sparzinsen ausgedient. Wer sein bescheidenes Vermögen gut anlegen will, kann auf Fonds ausweichen, was angesichts der Vielzahl an verfügbaren Titeln aber kein leichtes Unterfangen ist. Dazu kommt, dass aktiv gemanagte Vermögensverwaltungen, bei denen ein Fondsmanager im Hintergrund bei Kursverlusten und –gewinnen ohne Kundenzutun umschichtet, bislang vor allem Kunden mit viel Geld vorbehalten waren.

Online Geld anlegen

Erste Bank und Sparkassen wollen das mit einer digitalen Anlageverwaltung ändern, die seit kurzem im Online-Banking George verfügbar ist. Über den sogenannten Invest Manager können sich Privatkunden mit wenigen Klicks einen Anlagemix erstellen lassen, der die eigene Risikobereitschaft, Vermögensverhältnisse und Wertpapiervorlieben berücksichtigt. Der Vorschlag kann vom Kunden den eigenen Wünschen entsprechend adaptiert werden.

Als Mindesteinlage sind 5000 Euro vorgesehen, die mittels Algorithmus auf Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Immobilien verteilt werden. Eine möglichst breite Streuung soll das Anlagerisiko bei den empfohlenen Zeiträumen von sieben Jahren und mehr minimieren. Auf Wunsch kann man sein Anlage-Portfolio auch per Knopfdruck ausschließlich auf nachhaltige Titel eingrenzen.

„Der Invest Manager ist für digital-affine Kunden gedacht, die nicht alles am Sparbuch liegen lassen wollen und eine Alternative suchen“, erklärt Privatkunden-Vorstand Thomas Schaufler im futurezone-Interview.

Schweizer Robo-Advisor als Partner

Für die Umsetzung kooperiert die Bank mit dem Schweizer Robo-Advisor Truewealth, der aus einer Reihe von Fintechs ausgewählt wurde. Während dieses die Software-Logik der Lösung sowie die Benutzeroberfläche beisteuert, stammt das Anlage-Know-how, das dem Algorithmus zugrunde liegt, von den Wertpapier-Experten der Bank. Und auch die Betreuung der Fonds im Hintergrund wird von der Bank abgewickelt.
 

„Wir sind eine der wenigen, die auf aktiv gemanagte Fonds setzen. Der Vorteil für Kunden ist, dass sie sich um nichts kümmern müssen. Wir suchen die besten Fonds anhand des Risikoprofils und persönlicher Wünsche aus. Sollte die Performance nicht passen, tauschen wir den Fonds einfach aus“, erklärt Stefan Schulmeister, Chief Investment Strategist der Erste Asset Managment. Pauschal fällt für dieses Management ein Beitrag von 1,2 Prozent an. Etwaige Transaktionsgebühren sind dabei inkludiert.

Künstliche Intelligenz als Schlüssel

Das aktive Verwalten vergleichsweise kleiner Beträge ist mittlerweile durch den Einsatz leistungsstarker Systeme, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten und mit entsprechenden Algorithmen gefüttert werden, auch einfacher geworden. „Früher brauchte man einen Portfoliomanager für 30 bis 40 Portfolios. Heute können wir mit dem gleichen administrativen Aufwand Tausende Portfolios betreuen und diesen Service daher auch für Privatkunden anbieten“, sagt Schulmeister.

Dass die in Finanzfragen bisher eher konservativ geltenden Österreicher ausgerechnet mit einem Online-Produkt für das Thema Fonds-Veranlagung gewonnen werden können, sieht die Bank nicht als Widerspruch. „Es stimmt, dass in vielen Köpfen hierzulande immer noch nur das klassische Sparen verankert ist. Der Invest Manager wird uns aber genau deshalb helfen, weil er so transparent gestaltet ist“, erklärt Schaufler.

Beitrag zur Finanzkompetenz

Man habe großen Wert darauf gelegt, das komplexe Thema Wertpapiere bewusst einfach zu gestalten. „Gleichzeitig gehen wir sehr offen damit um, wie hoch die Gewinn- und Verlustwahrscheinlichkeit ist, welche Wertentwicklungen zu erwarten sind und inwiefern längere Zeiträume und ein möglichst diversifiziertes Portfolio die Veranlagung absichert“, sagt Schaufler. In diesem Sinne sei der Invest Manager auch ein wichtiger Beitrag für eine verbesserte „Financial Literacy“ der Bevölkerung.

Abgesehen von den im Invest Manager dargestellten Informationen werden Wertpapierexperten der Bank Kunden auch mittels Erklärvideos über Börsentrends und Großwetterlagen in der Finanzbranche auf dem Laufenden halten. Der Invest Manager kann sowohl über George am Desktop oder über die App im George Store aktiviert werden. Wer nicht sofort Geld investieren mag, kann die Online-Veranlagung auch vorab testen.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit Erste Bank und Sparkassen. Die redaktionelle Verantwortung obliegt der futurezone-Redaktion.