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06/06/2019

Porsche-Chef: E-Sportwagen Taycan fährt sich besser als 911

Porsche-Chef Oliver Blume fand auch Lob für Tesla-Chef Elon Musk und seinen "Pioniergeist".

Ab 1. September steigt auch der deutsche Hersteller Porsche in den E-Auto-Markt ein. Und geht es nach dem Porsche-Chef Oliver Blume, wird das Debüt-Modell die hausinterne Konkurrenz deutlich überflügeln. Laut Blume fahre sich der Porsche Taycan besser als alle bisherigen Modelle der 911er-Reihe.

Insbesondere die Tatsache, dass im Fahrzeugboden der Akku verbaut wurde, verschaffe dem Neuling einen wesentlichen Vorteil. Dadurch sei der Schwerpunkt noch tiefer und das Fahrzeug liegt „noch satter auf der Straße“. Durch den Wegfall von Kupplung und Kardanwelle habe man sich zudem auf die Fahrdynamik konzentrieren können, die nochmals besser ausfalle als bei Modellen mit Verbrennungsmotor.

Die Nachfrage für den E-Sportwagen ist relativ hoch. Bereits 20.000 Kunden haben im Zuge des „Depositor-Programmes“ eine Anzahlung in der Höhe von 2500 Euro geleistet. Mit dieser Anzahlung drückt man lediglich sein Kaufinteresse aus, einen Anspruch auf einen Taycan hat man nicht. Porsche wollte auf diesem Weg die Zahl der „ernsthafte Kaufinteressenten“ erheben. Offizielle Preise wurden ebenfalls noch nicht bekannt gegeben, diese sollen aber „unter 100.000 Euro losgehen“. Dieses Jahr sollen „noch unter 10.000“ Fahrzeuge produziert werden, in den kommenden Jahren wolle man „deutlich über 20.000“ Fahrzeuge fertigen.

Lob für Tesla

Für Konkurrent Tesla, das mit dem Roadster ebenfalls einen E-Sportwagen anbietet, hat Blume lediglich lobende Worte übrig. „Ich habe absolute Hochachtung vor dem Mut von Elon Musk und auch vor seinem Innovations- und Pioniergeist. Finde ich klasse“, so Blume, der aber auch betont, dass der US-Konzern „an vielen Stellen einen anderen Weg gegangen“ ist.

Der Diesel-Skandal, der in Deutschland auch in einigen Städten zu Fahrverboten für alte Fahrzeuge führte, habe kaum Auswirkungen auf die Verkaufszahlen des Taycan gehabt. Die Branchenentwicklung habe sich dadurch aber beschleunigt, räumt Blume ein. Dass der US-Präsident Autoherstellern mit Strafzöllen droht, beunruhigt Blume nicht. Eine Produktion in den USA sei dennoch nicht angedacht, man sehe „Engineered und made in Germany“ als Vorteil an, der Kunden anspricht.