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30.11.2018

Samsung-Zulieferer klaut Technik für faltbare Displays, verkauft sie an Konkurrenz

Der Zulieferer soll eine Scheinfirma gegründet haben, um Technologie für Samsungs flexible Displays nach China zu verkaufen.

Flexible Displays dürften der große Trend 2019 werden. Neben Samsung haben auch mehrere andere Hersteller angekündigt, an Smartphones mit faltbaren Bildschirmen zu arbeiten. Wie jetzt bekannt wurde, hätten wohl einige davon dieselbe Technologie nutzen sollen, wie Samsungs Galaxy Flex – ohne, dass Samsung davon wusste.

In Südkorea wurde Anklage gegen den CEO und acht Mitarbeiter von Toptec erhoben. Toptec ist einer von Samsungs Zulieferern. Weil Toptecs Einnahmen zurückgingen, soll der CEO eine Scheinfirma gegründet haben. Über diese wurden Komponenten für faltbare Displays verkauft, die eigentlich für Samsung hergestellt wurden. Damit das nicht auffliegt, hat Toptec die Bauteile nicht in seiner Hauptfabrik hergestellt.

Erwischt wurde Toptec aber trotzdem, als die Komponenten in ein Schiff geladen wurden, das nach China fahren sollte. Der Deal mit dem chinesischen Käufer soll zwischen Mai 2018 und August 2018 gemacht worden sein und ca. 13,8 Millionen US-Dollar schwer gewesen sein.

Welche Bauteile genau verkauft wurden und wer der Käufer war, ist nicht bekannt. Laut der Anklageschrift hat Samsung sechs Jahre für die Entwicklung der Technologie benötigt und 134 Millionen US-Dollar dafür ausgegeben. Samsungs Smartphone mit faltbaren Display soll Anfang 2019 erscheinen und wird voraussichtlich Galaxy Flex heißen.