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03.09.2018

Stiftung Warentest: Mesh-WLAN bringt kaum Vorteile

Die derzeit stark beworbene Technologie sei laut den Konsumentenschützern aus mehreren Gründen nicht empfehlenswert.

Wie versorgt man eine große Wohnung oder ein mehrstöckiges Haus am besten mit einer stabilen Netzwerkverbindung? Dieser Frage sind die Konsumentenschützer von Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe ihrer Fachzeitschrift nachgegangen. Dabei wurden mehrere Systeme, unter anderem Mesh-WLAN-Sets, WLAN-Repeater und Powerline-Adapter, miteinander verglichen. Das Ergebnis: Mesh-WLAN-Sets können keine bessere Leistung als WLAN-Repeater bieten, kosten aber deutlich mehr und verbrauchen mehr Strom.

Die Geräte wurden in zwei verschiedenen Umgebungen – einem mehrstöckigen Einfamilienhaus sowie einer 250 Quadratmeter großen Wohnung – getestet. Als „guter, preiswertiger Problemlöser“ erwiesen sich laut Stiftung Warentest WLAN-Repeater. Sobald mehrere Stockwerke oder größere Distanzen überbrückt werden müssen, rät man zu einem zweiten Repeater oder einem Powerline-Adapter. Diese funktionieren aber nur zuverlässig, solange sich alle verwendeten Steckdosen am gleichen Stromkreis befinden, wie Stiftung Warentest hervorhebt.

WLAN-Mesh-Sets „stellte für die Tester kaum Vorteile unter Beweis“, sagt Stiftung Warentest und verweist auf den hohen Preis und den geringen Mehrwert. Lediglich der Wechsel zwischen den Empfangsgeräten funktioniert bei WLAN-Mesh-Netzwerken nahtloser, die Übertragungsgeschwindigkeit sei gleichwertig.

Als Testsieger ging der WLAN-Repeater AVM Fritz 1750E hervor, der die Bestnote von 2,2 erhielt. Dahinter folgte TP-Links AC2600 WiFi RE650 (Note 2,5), erst danach kommt mit Google WiFi das erste Mesh-WLAN-Set (Note 2,6).