Ein Auto mit Lidar und Notbremsassistent stoppt knapp vor einer Kinder-Puppe

© Luminar

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Das passiert, wenn Teslas Notbremsassistent ein Kind übersieht

Elon Musk ist kein Freund der Lidar-Technologie. Das hat der Tesla-CEO in der Vergangenheit mehrmals betont.

Die Sensoren, die ihre Umgebung mit Laserstrahlen abtasten, seien "lahm", "verdammt dumm" und eine "Schnapsidee" ist Musk überzeugt. Die Fahrassistenzsysteme von Teslas müssen deshalb mit Kameras auskommen.

Das könnte fatale Folgen haben, ist die Botschaft des Lidar-Herstellers Luminar, der dies auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas mit einer Praxis-Demonstration veranschaulicht.

Verschont und weggestoßen

Auf einem abgesperrten Gelände in Las Vegas ließ Luminar einen Lexus mit hauseigener Lidar-Technologie gegen ein Tesla Model Y antreten. Bei einem Test fahren beide Autos parallel auf jeweils eine Puppe in Kindergröße zu. Der automatische Notbremsassistent (AEB) des Lexus reagiert dank Lidar sofort und bringt das Auto vor dem Kind zum Stehen. Das Model Y dagegen fährt die Puppe einfach um.

Bei einer zweiten Demonstration umkurvt jeweils eines der Autos eine stehende Auto-Attrappe und trifft auf eine dahinter hervorkommende Kinder-Puppe. Auch hier wird sie vom Lidar-Auto verschont und vom Tesla ignoriert.

Einige Hersteller schwören darauf...

Wie The Drive berichtet, sollen die Vorführungen zeigen, wie nützlich Lidar-Technologie für Fahrassistenzsysteme sein können. Eine Reihe von Fahrzeugherstellern vertrauen auch auf die Genauigkeit der Technologie.

Bei der in der Vorwoche zu Ende gegangenen CES 2022 hat Volvo etwa angekündigt, Luminar-Produkte für die Teilautomatisierung eines neuen Elektro-SUV zu verwenden. Auch General Motors hat angekündigt, Lidar-Sensoren für Assistenzsysteme einzusetzen. Die Technologie wird dabei mit anderen Sensoren, etwa Kameras und Radar, kombiniert.

... Tesla aber nicht

Elon Musk dagegen hält genau solche Kombinationen für unnötig. "Jeder, der sich auf Lidar verlässt, ist verloren. Das sind teure und unnötige Sensoren. Das ist, als hätte man eine ganze Reihe von teuren Anhängseln."

Beim Model 3 und Model Y hat Tesla sogar Radar-Sensoren entfernt und wurde dafür von der US-Verkehrsbehörde mit reduzierten Sicherheitsbewertungen bestraft.

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