space-FILES-US-SPACE-ASTRONOMY

© APA/AFP/European Southern Observatory/M. KORNMESSER / M. KORNMESSER

Science

Bekannter Astrophysiker überzeugt: Oumuamua ist ein Alien-Raumschiff

Mit seiner These, das 2017 entdeckte interstellare Objekt Oumuamua sei ein außerirdisches Raumschiff, sorgt der Harvard-Astrophysiker Avi Loeb seit längerem für Aufsehen. In seinem vor kurzem erschienenen Buch "Extraterrestrial: The First Sign of Intelligent Life Beyond Earth" hält er an der Behauptung fest und befeuert erneut die Debatte über den interstellaren Besucher, berichtet heise.de.

Die seltsame Beschleunigung des Objekts und seine ungewöhnlich dünne Form würden stark auf ein außerirdisches Raumschiff hindeuten, schreibt Loeb. Er vergleicht es mit einem Sonnensegel. Die natürliche Welt produziere keine Segel, argumentiert der Astrophysiker. Omuamua müsse also von einer außerirdischen Intelligenz entworfen und gebaut worden sein.

Natürlichen Ursprungs

Anders als Loeb vermuten viele Astronomen, dass Oumuamua natürlichen Ursprungs ist. Forscher der University of California legten etwa anhand von Computermodellen dar, dass es sich bei dem interstellaren Besucher um einen auseinandergerissenen Gesteinsbrocken oder gar Planeten handeln könnte. Die außergewöhnliche, zigarrenähnliche Form schreiben sie den Gravitationskräften einer Sonne zu.

Andere Astronomen vermuten, das Objekt könnte sich aus Staub und Gestein von Kometen außerhalb unseres Sonnensystems gebildet haben und durch Sternenstrahlung durch den Weltraum geschoben worden sein.

Neue Perspektiven

Loeb hält davon wenig. Erklärungen, die Oumuamua auf einen natürlichen Ursprung zurückführen, seien wenig überzeugend, meint er. Dass man über seine Behauptungen ähnlich urteilen könnte, wischt er gegenüber dem "New Yorker" zur Seite: Solange die Möglicheit bestehe, dass es sich bei dem Objekt um eine außerirdische Technologie handeln könnte, wären wir dumm, die Idee nicht weiter zu verfolgen, sagt er. Denn dadurch würden sich gänzlich neue Perspektiven für die Forschung eröffnen.

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Kommentare