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Science

ESA-Chef: Bis 2030 sollen Europäer auf dem Mond landen

Europas Raumfahrt muss nach Ansicht des neuen Generaldirektors der Europäischen Weltraumorganisation ESA den Ehrgeiz zur Weltklasse haben. "Europa muss meiner Meinung nach eine ernsthafte Debatte darüber führen, wo es in den nächsten 10 bis 15 Jahren stehen will", sagte Josef Aschbacher am Mittwoch bei der Vorstellung seiner Agenda.

"Wir als Europäer müssen den Ehrgeiz haben, dass unser Raumfahrtprogramm und unsere Raumfahrtagentur zur Weltspitze gehören und weltweit führend sind", heißt es in dem Papier, in dem der 58-jährige Österreicher gemeinsam den Mitgliedsstaaten die Ziele für die kommenden Jahre festgelegt.

Raumfahrt zum Mars vorantreiben

Aschbacher will die Debatte über Europas Raumfahrt auf hoher politischer Ebene führen. Dazu plant er einen Weltraumgipfel im kommenden Jahr. EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton, der auch für Raumfahrt zuständig ist, und die Staats- und Regierungschef der ESA-Mitgliedsstaaten müssten dabei wichtige Partner sein.

Man wolle bis zum Ende dieses Jahrzehnts den ersten Europäer auf der Mondoberfläche haben und die bemannte Raumfahrt zum Mars vorantreiben. Europa müsse sich immer auch mit den USA oder China vergleichen, wo die Investitionen in die Raumfahrt deutlich höher seien, so Aschbacher.

Private Investitionen stärken

"Die Art und Weise, wie Unternehmen im Silicon Valley arbeiten, ist sehr faszinierend und ziemlich inspirierend. Aber man kann das Silicon Valley nicht nach Europa verpflanzen", so Aschbacher. Trotzdem müsse Europa im Bereich privater Investitionen stärker werden.

Der Weltraum diene auf der einen Seite den Menschen, um den Planeten, die Umwelt oder den Klimawandel zu verstehen. Auf der anderen Seite eröffne er aber auch neue Möglichkeiten im Bereich Technologie und schaffe wirtschaftliche Möglichkeiten.

Der Österreicher Josef Aschbacher hat das Amt des ESA-Generaldirektors im März übernommen. Sein Vorgänger war der Deutsche Jan Wörner.

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