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Science
10/28/2019

Geheimes Mini-Raumschiff landet nach Rekordzeit im Orbit

Nach einem zweijährigen Testflug setzte die Air-Force-Drohne X-37B im Kennedy Space Center auf.

Mit der Landung des kleinen unbemannten Raumschiffs wurde die zweijährige Testmission abgeschlossen. In einer Meldung teilte die amerikanischen Luftwaffe mit, dass sich die X-37B 780 Tage im Orbit befunden hatte. Sie ist Teil des Orbital Test Vehical Programms der US-Air-Force. 2017 war das Space-Shuttle mit einer Falcon 9 von SpaceX gestartet. 

Geheime Tests

"Die X-37B zeigt erneut, wie wichtig wiederverwendbare Raum-Flugzeuge sind", sagte Barbara Barrett, Sekretärin der US-Luftwaffe. Welche Experimente über die Zeit von zwei Jahren, die die Drohne im Orbit verbrachte, durchgeführt wurden, bleibt geheim. Die Air Force schreibt lediglich, dass neue Technologien im All getestet wurden, die durch die sichere Landung des Mini-Raumschiffs wieder zurück auf die Erde gebracht wurden.

Verschwörungstheorien

Vor diesem Rekord-Flug war die X-37B bereits auf einem 718-tägigen Flug im Orbit gewesen. Die Mission dauert seit 2865 Tagen an. Da es keine genauen Informationen über die Tests gibt, die von der Drohne durchgeführt wurden, bleibt die Mission Grundlage von Verschwörungstheorien. So soll X-37B beispielsweise zur Spionage eingesetzt werden. 

Die X-37B Drohne ist mit ihren 8 Metern Länge kaum größer als ein Kleinbus, jedoch an das Raumschiff-Design der NASA angelehnt. Sie hat eine Spannweite von 4,6 Metern und wiegt etwa 5 Tonnen. Gebaut wurde sie von Boeing, ihren ersten Flug startete sie bereits 2006.