Osaka University Professor Matsusaki holds a Petri dish with cultured Wagyu beef at a lab at the university in Suita

© REUTERS / AKIRA TOMOSHIGE

Science

Forscher erzeugen künstliches Wagyū-Fleisch aus dem 3D-Drucker

Wissenschaftler*innen aus Japan ist es gelungen, das beliebte Wagyū-Rindfleisch künstlich herzustellen. Bis zum essfertigen Steak wird es aber noch dauern. Mithilfe von isolierten Wagyū-Rinderzellen wurden die Struktur von Fett, Muskeln und Blutgefäßen des Fleisches organisiert. Anschließend wurde das Gewebe mit 3D-Bioprinting hergestellt. Bei dieser Technik werden Zellstrukturen so geschichtet, dass sie echten Geweben in Lebewesen ähneln.

Ob das Fleisch schmeckt, bleibt noch unklar. Ganze 4 Wochen soll die Erzeugung eines kleinen Wagyū-Würfels dauern und etwa 76 € (10.000 Yen) kosten. Laut Michiya Matsusaki, einem Forscher des Teams, müsse der Herstellungsprozess noch verfeinert und perfektioniert werden. Dann könnte es auch in Masse produziert werden, was die Kosten senken würde.

Maßgeschneidertes Premium-Fleisch

Wagyū-Fleisch ist das teuerste und exklusivste Rind auf dem Markt. Ausgewachsene Kühe werden für mehr als 30.000 Dollar verkauft. 2019 erzielt Japan einen Rekordgewinn von 268,8 Millionen Dollar mit dem Wagyū-Export.

Osaka University Professor Matsusaki shows off cultured Wagyu beef at a lab at the university in Suita

Professor Michiya Matsusaki hofft auf viele neue Möglichkeiten.

Dem Forschungsteam nach könnte durch diese Bioprint-Technologie in Zukunft Fleisch mit gewünschter Fettmenge bestellt werden. Somit könnte das Fleisch auf individuellen Geschmack und gesundheitliche Bedingungen zugeschnitten sein.

Menschliche Zellen drucken

Laut Matsusaki könnten die Technologie auch eine Rolle in der regenerativen Medizin spielen. Man hofft darauf anhand dieser noch laufenden Forschung, auch menschliche Muskeln nachzubilden. So sollen auch Transplantationen möglich gemacht werden. 

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