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Science

Luxus: Teures Wagyu-Steak aus dem 3D-Drucker

Forscher*innen der Osaka Universität in Japan haben erstmals Wagyu-Steak, das durch seine komplexe Textur bekannt ist, aus dem 3D-Drucker erzeugt. Das Fleisch gilt als eines der edelsten weltweit. Für das gedruckte Fleisch wurde einem Wagyu-Rind Stammzellen entnommen. Sterben musste es also kein Tier.

Beschaffenheit des Fleisches ist speziell

Was dieses Forschungsprojekt so schwierig macht, ist die Beschaffenheit des Wagyu-Fleisches. Dieses ist stark marmoriert, was an dem hohen Gehalt von intramuskulärem Fett liegt. Das Fleisch hat einen hohen Anteil an Omega-3-, Omega-6- und einfach ungesättigten Fettsäuren und gilt daher als Delikatesse.

Nicht nur das Fleisch, sondern auch der Preis ist saftig: Das liegt unter anderem daran, dass ein Wagyu-Rind dreimal mehr Zeit als normale Rinder benötigt, bis es schlachtreif ist. Das Tier ist zudem kleiner, weil ihm keine Wachstumshormone oder Antibiotika verabreicht werden und die Haltung daher mit viel mehr Aufwand verbunden ist.

2 Arten von Stammzellen wurden entnommen

Um die besondere Textur auch im künstlich erzeugten Fleisch nachbilden zu können, haben die Forscher*innen 2 Arten von Stammzellen entnommen. Diese wurden in der Folge im Labor gezüchtet und miteinander kombiniert. Entstanden sind unterschiedliche Fasern für Fett, Muskeln und Blutgefäße.

Um diese noch richtig anzuordnen, kam schließlich eine Technik zur Anwendung, die in Japan auch für die Kintaro-ame-Bonbons eingesetzt wird. Diese sind bekannt für ihre feinen und aufwendigen Muster und Motive. Um diese herzustellen, werden die Zuckerl erst schichtweise in eine lange Röhrenform gebracht und anschließend scheibenweise abgeschnitten. 

Laut den Forscher*innen könnten künftig auch andere komplexe Fleischarten auf diese Weise nachgebildet werden. Die Studie wurde in Nature Communications veröffentlicht. 

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