Japanese billionaire Maezawa, founder and chief executive of online fashion retailer Zozo, who has been chosen as the first private passenger by SpaceX, poses for photos as he attends a news conference in Tokyo

Maezawa im Weltraumrausch

© REUTERS / TORU HANAI

Science
09/20/2019

Milliardär kündigt, um für seinen SpaceX-Mondflug zu trainieren

Yusaku Maezawa hat auch Aktien in Milliardenhöhe verkauft, um einen weiteren Weltraum-Ausflug zu finanzieren.

Der Milliardär Yusaku Maezawa will der erste Passagier im SpaceX Starship sein. Dazu hat er im September 2018 eingewilligt, eine große Summe Geld zu bezahlen – Gerüchten zufolge mehrere Hundert Millionen US-Dollar.

Jetzt macht Maezawa den nächsten Schritt. Um genügend Zeit für sein Astronauten-Training zu haben, hat er gekündigt. Er tritt als CEO seiner Modekette Zozo zurück. Außerdem verkauft er 30 Prozent der Anteile des Unternehmens, die er bisher gehalten hat. Als Teil des Deals bekommt er 2,3 Milliarden US-Dollar, berichtet Business Insider.

Noch ein Weltraum-Trip

In einer Pressekonferenz sagte er, dass der Hauptgrund seiner Entscheidungen der geplante Weltraum-Flug sei. So habe er mehr Zeit für sein Astronauten-Training. Wenn alles nach Plan läuft, wird er 2023 mit dem SpaceX Starship einmal um den Mond herumfliegen.

Maezawa will aber schon vorher in den Weltraum. Er plane einen kleineren Weltraum-Trip. Ob er das mit einem Konkurrenzunternehmen von SpaceX macht, hat er nicht verraten.

Für den Starship-Flug hat Maezawa alle verfügbaren Plätze gebucht. 8 bis 10 Passagiere sollen mit dem SpaceX-Raumschiff ins All starten können. Maezawa hat vor die Plätze als Künstler zu vergeben, darunter Maler, Musiker und einen Regisseur. SpaceX-Chef Elon Musk hat zudem angedeutet, eventuell selbst bei diesem ersten Passagierflug von Starship an Bord zu sein.

Teure Entwicklung

Musk sagte im September 2018, dass die Entwicklung von Starship etwa 2 bis 10 Milliarden US-Dollar kostet. Das Geld von Maezawa fließt hier direkt ein, um einen Teil der Kosten zu decken. Starship wird derzeit an zwei Standorten in den USA, von konkurrierenden Entwicklerteams bei SpaceX, getestet. Dieser Wettbewerb soll laut Musk die Mitarbeiter zusätzlich motivieren.

Vor Kurzem flog Starhopper, ein Prototyp zum Test von Starship-Triebwerken, erstmals 150 Meter hoch. Im Oktober soll ein neuer Prototyp, Starship MK1, etwa 20 Kilometer hoch fliegen. Danach soll der erste Start in den Orbit stattfinden.