© NASA/JPL-Caltech

Science

Missionsende für InSight: Die Tage des Mars-Landers sind gezählt

Er hat das stärkste Marsbeben aller Zeiten aufgezeichnet und das Innere des Roten Planeten kartiert. Nach dreieinhalb Jahren auf dem Mars sind die Tage das Mars-Landers InSight nun gezählt. Wie die NASA am Dienstag mitteilte, wird er seine Mission im Sommer beenden. Ende des Jahres soll er dann vollständig außer Betrieb genommen werden, da ihm die Energie ausgeht.

Sandstürme setzen InSight zu

Bereits im Februar hatte die NASA diesen Zeitplan für die InSight-Mission angekündigt, nachdem der Lander zunehmend Probleme mit Marsstaub auf seinen Sonnenkollektoren hatte.

Die Zellen versorgen das Gefährt mit der nötigen Energie. Von den 5.000 Wattstunden, die InSight bei seiner Ankunft an einem Mars-Tag (Sol) produzieren konnte, generiere der Lander nun nur noch ein Zehntel, erklärte die NASA im Zuge einer Pressekonferenz.

InSight musste am Mars immer wieder starken Sandstürmen trotzen.

Kein seltenes Problem

Wann genau InSight die Energie ausgeht, ist ungewiss. Es komme vor allem auf die Wetterlage am Mars an, so die NASA. "Er hat unsere Erwartungen bei fast jeder Gelegenheit übertroffen, und so kann es sein, dass er sogar noch länger durchhält", zeigt sich ein Projektmitarbeiter zuversichtlich.

Sandstürme sind eine ständige Bedrohung für die Instrumente der Rover und Lander auf dem Mars. 2018 dürfte ein solcher Sturm das Ende des NASA-Rovers Opportunity besiegelt haben. Seine Solarkollektoren dürften so stark mit Staub bedeckt gewesen sein, dass ihm die Energie ausging.

Seit mehr als 3 Jahren auf dem Roten Planeten

InSight erreichte im November 2018 den Mars. Er sollte NASA-Forscher*innen dabei helfen, das Innere des Planeten zu erforschen. Wie NASA-Beamte am Dienstag mitteilten, hätten die Daten, die der Lander erhoben hat, tatsächlich dazu beigetragen, dass nun die Dicke der Marskruste sowie der Umfang des Marskerns genau abgeschätzt werden können.

"Wir hatten nur ein sehr unscharfes Bild davon, was im Inneren des Mars vor sich geht“, erklärt die NASA. Dank InSight habe man nun eine sehr viel genauere Vorstellung von der Struktur und der Zusammensetzung des Roten Planeten.

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Kommentare