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NASA-Chef Jim Bridenstine und SpaceX-Chef Elon Musk bei der gemeinsamen Pressekonferenz im SpaceX-Hauptquartier

© APA/AFP/PHILIP PACHECO / PHILIP PACHECO

Science

Nach Sticheleien: Elon Musk und NASA-Chef vertragen sich wieder

Wenn Egos aufeinandertreffen, fliegen die Fetzen. Der SpaceX-Chef Elon Musk und der NASA-Chef Jim Bridenstine konnten sich aber bei einem gemeinsamen Pressetermin zusammenreißen – was einige Leute enttäuschte.

Ende September stichelte Bridenstine gegen SpaceX, weil man hinter dem Zeitplan für bemannte Raumflüge liege. Elon Musk antwortete darauf, indem er in einem CNN-Interview das mehrfach verzögerte Space Launch System der NASA ansprach und ein Troll Face Richtung Bridenstine schickte.

Die von manchen erhoffte Fortsetzung der Fehde blieb aber aus, als Bridenstine am Donnerstag das SpaceX-Hauptquartier besichtigte. Zusammen mit Musk und den NASA-Astronauten Doug Hurley und Bob Behnken sprachen sie über den Crew Dragon.

Demnach sei weiterhin geplant, dass Hurley und Behnken mit dem Crew Dragon im ersten Quartal 2020 zur ISS fliegen werden. Das wäre der weltweit erste bemannte Raumflug eines privaten Unternehmens zur Internationalen Raumstation.

Pannen bei Tests

Allerdings betonten sowohl Musk als auch Bridenstine, dass man den Zeitplan nicht auf Biegen und Brechen einhalten wolle. Die Sicherheit der Astronauten gehe vor. Im April explodierte ein Crew Dragon am Boden bei einem Triebwerkstest. Später gab es Probleme bei einem Fallschirm-Test der Kapsel.

Laut Musk wurde das Fallschirm-Design jetzt verbessert. Man wolle etwa 10 erfolgreiche Tests in Folge absolvieren, bevor man mit dem Crew Dragon Astronauten ins All schicke.

Musk nutzte die Chance um zu verkündigen, dass SpaceX fast perfekt im Budget ist. Das Programm für den bemannten, kommerziellen Flug ins All sei nur ein Prozent über dem staatlichen Budget. Dies sei auch der Grund, warum die Entwicklung des Crew Dragon mehrfach verzögert wurde: Der Kongress habe der NASA das Budget für das Programm kontinuierlich gekürzt. Musk sagte, dass es beeindruckend sei, dass SpaceX es geschafft habe, diese knappe Budget einzuhalten: „Wir haben nicht mehr Geld ausgegeben, es hat nur länger gedauert.“

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