Die ISS, fotografiert von Besatzungsmitgliedern der Expedition 56 von einem Sojus-Raumschiff nach dem Abkoppeln.
© REUTERS / Handout .
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Science

Astronauten bei der Arbeit: Das sind die besten Fotos von der ISS

Die ISS bleibt das wichtigste internationale Raumfahrtprojekt der Gegenwart. Während vor allem dramatische Ausweichmanöver, die kaputte Sojus Kapsel oder der Konflikt mit Russland Schlagzeilen machte, rückt die wichtige Arbeit auf der Station häufig in den Hintergrund. In ihrem Jahresrückblick widmet sich die NASA deshalb vor allem den wissenschaftlichen Errungenschaften der Astronaut*innen.

Bewegung in der Schwerelosigkeit

Ein Astronaut in der Raumstation mit VR-Brille und Markern zur Bewegungserfassung.

Mit dem GRASP wird untersucht, wie die Bewegung des "nach etwas greifen" in der Mikrogravitation, also der annähernden Schwerelosigkeit, funktioniert. Der NASA-Astronaut Bob Hines führt dafür Experimente aus, die zeigen sollen, wie sich der Körper an die Schwerelosigkeit anpasst. 

Nahrung aus Pflanzenabfällen

Ein gefrorener Würfel schwebt in der Internationalen Raumstation.

Das -20 Grad kalte Plate Habitat ist ein neuartiger Bioreaktor, der proteinreiche Nahrung aus ungenießbaren Pflanzenresten macht. Heraus kommt ein essbarer Pilz. Für künftige Reisen zum Mond werden in Experimenten wie diesem Wege gesucht, möglichst effizient alle verfügbaren Stoffe zu verwerten. 

Pflanzen ohne Erde ziehen

Eine Astronautin mit Schutzbrille untersucht Pflanzen in einer Raumstation, während ein anderer Astronaut zusieht.

Im Experiment XROOTS haben die Astronaut*innen Jessica Watkins und Bob Hines Wege gesucht, um Pflanzen an der Luft oder im Wasser wachsen zu lassen, ohne Erde. So könnten auf zukünftigen Raumstationen einfach Pflanzen angebaut werden.

Crew-Meeting

Mehrere Astronauten schweben in der Internationalen Raumstation.

Die gesamte Besatzung der ISS nimmt an einer Besprechung im NASA-Modul Destiny teil, um die zukünftigen Experimente zu Besprechen. Zu sehen sind die 6 Mitglieder Josh Cassada (NASA), Koichi Wakata (JAXA), Samantha Cristoforetti (ESA), Frank Rubio (NASA), Nicole Mann (NASA) und Bob Hines.

Erdbeobachtung

Zwei Astronauten blicken aus einer Raumkapsel auf die Erde.

Eine wichtige Aufgabe der ISS ist die Erdbeobachtung. Im Rahmen der Crew Earth Observation werden Daten darüber gesammelt, wie sich der Planet verändert. Die NASA-Astronauten Thomas Marshburn und Mark Vande Hei blicken in diesem Bild aus der Kuppel auf die Erde herab.

CubeSats 

Drei CubeSats schweben vor der Erdatmosphäre und einem Teil der Internationalen Raumstation.

3 kleine CubeSats wurden aus dem Japanischen Modul (JEM) in ihren Orbit geschickt. TUMnanoSAT, FUTABA, und HSU-SAT1 sind Teil eines Bildungsprojekts. In diesem Bild sieht man sie kurz nachdem sie platziert wurden.

Anruf aus dem All

Ein Astronaut auf der ISS spricht in ein Funkgerät und macht Notizen.

Der NASA-Astronaut Kjell Lindgren wird hier während eines Funkspruchs gezeigt, der im Rahmen des Amateur Radio Relay League (ARRL) Field Days getätigt wurde. Dabei simulieren Hobby-Funker auf der ganzen Welt einen Notfall und erproben ihr Equipment unter erschwerten Bedingungen. Lindgren sprach an diesem Tag mit Menschen auf allen Kontinenten. Dabei gab es erstmals überhaupt einen Anruf von der ISS zur Antarktis.

Knochenjob

Ein Astronaut in der Raumstation mit einem Tablet und wissenschaftlicher Ausrüstung.

Das Experiment Osteogenic Cells untersucht den Knochenschwund in der annähernden Schwerelosigkeit. Forscher*innen wollen herausfinden, ob ein bestimmter Zelltyp dafür verantwortlich ist. Sie testen damit eine Hypothese, nach der sich nicht bestehende Knochen zurückbilden, sondern keine neuen aufgebaut werden.

Feuertest

Eine Astronautin mit Stirnlampe arbeitet an einer komplexen Apparatur im Weltraum.

Auf der ISS befindet sich eine Brennkammer, in der die Astronaut*innen Materialen entzünden können. Jessica Watkins wird hier beim Testen der Brennbarkeit von Materialien für Raumschiffe gezeigt. Im Experiment Solid Fuel Ignition and Extinction (SOFIE), werden Stoffe für den Einsatz in der Raumfahrt unter realen Bedingungen erprobt.

Flüssigkeiten in der Schwerelosigkeit

Eine Hand mit blauem Handschuh hält einen kugelförmigen Behälter mit einer orangefarbenen Flüssigkeit.

Dieser Behälter enthält eines von 2 Experimenten zum Verhalten von Flüssigkeiten in der Mikrogravitation. Sie erforschen Strömungsmechaniken wie Wellen und das sogenannte "Sloshing" (engl. für Schwappen). Der Begriff beschreibt die Bewegung von Flüssigkeiten in einem Behälter, etwa einem Glas oder eben einem Tank. Damit will man einerseits Tanks für Raketen und Raumschiffe verbessern und andererseits die Bewgung der Ozeane auf der Erde besser verstehen.

Das Baumwoll-Genom

Ein Astronaut in der Raumstation experimentiert mit einer Röhre und einer Pinzette.

In diesem Experiment wurden Baumwollzellkulturen analysiert. Forscher*innen wollen mehr über die Zellen und das Pflanzenwachstum erfahren, um die Produktion auf der Erde verbessern zu können. NASA-Astronaut Raja Chari erntet hier die letzte der Baumwollzellkulturen.

Weltraumspaziergang

Ein Astronaut arbeitet an der Internationalen Raumstation mit Hilfe des Canadarm2.

Die NASA-Astronauten Josh Cassada und Frank Rubio haben während dieses Außeneinsatzes neue Solarpanele an der ISS angebracht. Insgesamt werden 6 neue Solarkollektoren angebracht. Sie sollen die Energie der Station auf 250 kW bringen (derzeit sind es 160 kW).

Weltraumschott

Ein Astrobee-Roboter schwebt in der Internationalen Raumstation.

Die Gefahr durch Weltraumschrott ist der ISS-Besatzung sehr bewusst, denn immer wieder muss die Raumstation Trümmern ausweichen. Der Astrobee ROAM ist ein kleines Roboterraumschiff, das selbstständig Müll aufsammeln soll. Im Experiment wird analysiert, wie sich Weltraumschroff bewegt und wie die Sonde daran andocken könnte. 

Pflanzenwachstum verbessern

Eine Astronautin arbeitet an einem Veggie-System zum Pflanzenanbau im Weltraum.

Die NASA-Astronautin Kayla Barron testet in diesem Experiment neue Möglichkeiten, im All Nutzpflanzen zu ziehen. Damit könnten Menschen auf langen Missionen zum Mond oder Mars überleben.

Raumfahrtgeschichte

Ein Astronaut hält eine Farbreferenzkarte und ein Lineal in der Hand.

Die Studie SQuARES untersucht, welche Gegenstände und Werkzeuge Menschen über die Jahre im Weltraum verwendet haben und wie sich das Nutzungsverhalten verändert hat. Thomas Marshburn ist hier mit einem Lineal und einer Farbkarte zu sehen.

Proben-Lieferung

Eine Astronautin blickt durch eine Luke im Inneren eines Raumschiffs.

Damit die Forschung abgeschlossen werden kann, müssen die Experimente und Proben wieder zurück zur Erde. ESA-Astronautin Sam Cristoforetti packt in diesem Bild die SpaceX-Versorgungskapsel, die abgeschlossenen Projekte wieder zur Erde bringen soll.

Jahrzehntelanger Vulkanausbruch

Luftaufnahme einer grünen Oase, die sich durch eine trockene Landschaft zieht.

Diese Aufnahme des Carrizozo Malpaís entstand im Rahmen der Crew Earth Observation. Es zeigt die Basaltablagerungen in der Wüste von New Mexico. Sie entstanden durch eine über Jahrzehnte andauernde Eruption.

Auswirkungen von Langzeitflügen

Ein Astronaut arbeitet in der beengten Umgebung der Internationalen Raumstation.

Der NASA-Astronaut Mark Vande Hei hat den Rekord von Scott Kelly gebrochen und war insgesamt 355 Tage im All. An ihm können Wissenschaftler*innen die Effekte von Langzeitaufenthalten im All untersuchen. 

Bauarbeiten im Weltraum

Ein Astronaut führt ein Experiment in einer durchsichtigen Box in der Raumstation durch.

Ein wichtiger Forschungspunkt ist das Untersuchen von Baumaterialien. In diesem Experiment testet ESA-Astronaut Matthias Maurer, wie sich Beton in der Schwerelosigkeit festigt. 

Destiny-Forschungsmodul

Blick in einen mit Geräten und Kabeln gefüllten Gang der Internationalen Raumstation, beleuchtet mit grünem Licht.

Das US-Modul Destiny enthält neben Instrumenten zur Steuerung sowie Lebenserhaltung auch viele wissenschaftliche Experimente. Neu ist unter anderem SOFIE, mit dem die Brennbarkeit Materialien von Materialien getestet wird.

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