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Rote Objekte im Asteroidengürtel entdeckt, die nicht dort sein sollten

Forscher*innen der japanischen Weltraumagentur JAXA haben 2 Objekte entdeckt, die im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter die Sonne umkreisen. Der Fund sorgt aber für Rätsel, denn eigentlich sollten die beiden Asteroiden dort nicht vorzufinden sein. Darauf lässt zumindest ihre rötliche Farbe schließen, die eher im Kuipergürtel, also am Rand des Sonnensystems, typisch ist.

Die Forscher*innen vermuten daher, dass 203 Pompeja und 269 Justitia - so die Namen der Himmelskörper - im Laufe der Zeit aus dem Kuipergürtel in den Asteroidengürtel gewandert sein könnten. 

Objekte weisen rötlichere Farbe als andere Asteroiden auf

Die Himmelskörper weisen Ähnlichkeiten mit sogenannten transneptunischen Objekten auf, wie etwa der von der NASA-Sonde New Horizons entdeckte Arrokoth. Die mittlere Umlaufbahn von transneptunischen Objekten liegt jenseits der Bahn des Neptun - der äußerste Planet im Sonnensystem.

Die Forscher*innen gehen davon aus, dass 203 Pompeja und 269 Justitia jenseits der sogenannten "Eislinie" entstanden sind, wo Kohlenwasserstoffverbindungen wie Methanol und Methan gefrieren. Untersuchungen der Oberfläche der Himmelskörper wiesen auf diese Verbindungen hin.

Kürzere Flugzeiten zum Asteroidengürtel

Um dies zu verifizieren, sind weitere Untersuchungen nötig. Die könnten mithilfe von Sonden unterstützt werden. Denn dadurch, dass die Funde nicht im Kuiper-, sondern im näheren Asteroidengürtel vorzufinden sind, können Sonden sie schneller erreichen. Erweist sich die Annahme der Forscher*innen als richtig, ließe sich etwa die Entstehung und Entwicklung des Sonnensystems, aber auch das Randgebiet, besser erforschen. 

Die Studie wurde im Fachjournal The Astronomical Journal Letters veröffentlicht. 

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