© NOIRLab/NSF/AURA/J. da Silva

Science

„Rülpser“ von Schwarzen Löchern helfen ihre Größe zu bestimmen

Supermassenreiche Schwarze Löcher strahlen während ihrer „Mahlzeit“ ein deutliches flackerndes Licht aus. Das Muster dieses Lichts steht in direktem Zusammenhang mit der Masse des Schwarzen Lochs, wie eine aktuelle Studie der University of Illinois Urbana-Champaign ergeben hat.

Ist ein Schwarzes Loch in ruhendem Zustand, setzt es wenig Licht frei, ist es aktiv, kann das Muster des Lichts Stunden oder gar Jahrzehnte andauern.

Forschende setzen Lichtveränderungen mit "Rülpser" gleich

Das Forscherteam hat die Veränderungen des Musters genauer unter die Lupe genommen, um eine charakteristische Zeitskala identifizieren zu können. Die wiederum gibt Hinweise auf die Masse des Schwarzen Lochs. Den Ergebnissen zufolge deutet eine kürzere Zeitskala auf ein kleineres Schwarzes Loch hin, längere auf ein massenreiches.

Die Forscher*innen setzen die Lichtveränderungen mit einem „Rülpser“ gleich. So rülpsen Kinder demzufolge öfter, Erwachsene können das Aufstoßen hingegen länger verhalten.

Muster kann auch helfen, Masse Weißer Zwerge zu bestimmen

Dieses Lichtsignal kann künftig nicht nur dabei helfen, die Masse von Schwarzen Löchern, sondern auch jene von Weißen Zwergen und eventuell auch von mittelschweren schwarzen Löchern zu bestimmen. Letztere sind jedoch selten und schwierig zu finden.

Die Studie wurde im Science-Journal publiziert.

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