Die Sonne sendet ständig Partikel und Energie aus (künstlerische Darstellung)

© NASA

Science
09/05/2020

Wie sich Weltraumwetter auf die Erde auswirken könnte

Die NASA hat 5 Projekte ins Leben gerufen, die die Sonnenaktivität und damit verbundene Stürme im All untersuchen sollen.

Die NASA hat 5 neue Projekte ins Leben gerufen, die mehr über die Auswirkungen der Sonne auf die Erde und den Satelliten-Orbit verraten sollen. Die Projekte befassen sich alle mit Weltraumwetter und werden mit jeweils 1,25 Millionen US-Dollar gefördert. Die beiden vielversprechendsten Forschungen sollen dann weiterverfolgt werden.

Das Projekt „Storm“ (Solar-Terrestrial Observer for the Response of the Magnetosphere) sol untersuchen, wie die Sonnenwinde das Magnetfeld der Erde beeinflussen. Die von STORM gesammelten Daten würden mehr darüber verraten, wie sich der Energiefluss von der Sonne und das Weltraumwetter in der Magnetosphäre der Erde zeigt und welche Veränderungen sie herbeiführen.

Plasma und Korona

„HelioSwarm“ wird untersuchen, wie sich Partikel von der Sonne wegbewegen. Dabei werden Unterschiede in der Bewegung nachvollzogen, von feinen Plasma-Strömen bis zu Kaskaden. Die damit verbundene Energie führt zum Erhitzen von Plasma. Die Wissenschaftler wollen die Physik hinter diesen Bewegungen nachvollziehen.  

Das Projekt MUSE (Multi-slit Solar Explorer) soll die Sonnenatmosphäre, der Korona, beobachten. Die Forscher wollen Sonneneruptionen untersuchen und herausfinden, warum die Temperatur der Korona so viel höher ist als die der Sonnenoberfläche. Mit MUSE soll die Sonne mit einer zehnmal höheren Auflösung und der hundertfachen Geschwindigkeit messen, als es aktuelle Messeinheiten können.

Aurora und Pole

„Arcs“ (Auroral Reconstruction CubeSwarm) richtet den Blick zurück auf die Erde in Richtung der Aurora. Mit 32 CubeSats (kleine Satelliten-Würfel) und 32 stationären Observatorien auf der Erde wollen die Forscher die Auswirkungen des Weltraum Wetters auf die Erdatmosphäre, speziell der Thermosphäre und Ionosphäre (ab 80 Kilometern Höhe).

Das letzte Projekt heißt „Solaris“. Forscher wollen hier den Blick auf die Pole der Sonne richten. Dabei sollen jeweils drei Umdrehungen der Pole beobachtet und Licht, Magnetfeld und Bewegung der Photosphäre analysiert werden. Die Photosphäre ist der unterste Teil der Sonnenatmosphäre, der am meisten Licht abgibt. Bisher konnten noch keine detaillierten Bilder von den Polen der Sonne gemacht werden. Der Solar Orbiter der ESA, der derzeit um die Sonne fliegt, soll 2025 die ersten Aufnahmen liefern. Die Daten sollen Aufschluss geben, wie sich das Magnetfeld der Sonne bewegt und wie sich das auf Sonnenaktivität wie etwa Eruptionen auswirkt.

Die Wissenschaftler hinter den 5 Projekten haben nun 9 Monate Zeit, um die NASA von ihrer Forschung zu überzeugen und mit bis zu 250 Millionen Dollar weiter gefördert werden. Sie finden im Rahmen des "Sun-Earth-Connection: Heliophysics"-Programms statt.

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