Produkte

Was die Cockpit-Kamera im Tesla aufnimmt

Dass die Elektroautos von Tesla an der Karosserie zahlreiche Kameras verbaut haben, dürfte allseits bekannt sein. Dass es auch im Innenraum des Model 3, oberhalb des Rückspiegels eine kleine Kamera gibt, ist weit weniger bekannt.

Laut Tesla ist diese Kamera, die auf die Passagiere gerichtet ist, nicht aktiv. Zumindest war sie es bis zum letzten Software-Update. Seit Juni können Tesla-Fahrer die Innenraumkamera freiwillig zur Datensammlung aktivieren. Dabei wird bei Unfällen automatisch ein Videoclip erstellt, der den Tesla-Ingenieuren helfen soll, bessere Sicherheitsfunktionen zu entwickeln. 

Kamera hat den Fahrer im Blick

Das ist aber nicht alles: Wie der Twitter-User @greentehonly herausgefunden hat, beobachtet die Innenraumkamera ganz genau, was der Fahrer macht. Aus dem Code der Tesla-Software lässt sich demnach herauslesen, auf welche Situationen die Kamera achtet.

So erkennt sie ob die Augen des Fahrers geschlossen oder offen sind. Die Kamera achtet darauf, ob der Kopf des Fahrers gesenkt ist, ob er auf ein Smartphone schaut, ob er nach rechts oder links schaut oder ob er Sonnenbrillen trägt.

Der Code allein ist allerdings kein Beweis dafür, dass die Kamera tatsächlich zum Erkennen dieser Verhaltensweisen eingesetzt wird. Es zeige zunächst nur, wohin die Richtung gehen könnte beziehungsweise geht.

Kamera als Hilfe für Autopilot

Sollte die Innenraumkamera den Fahrer schließlich dahingehend beobachten, könnte sie als Assistent für den Autopiloten dienen. Erkennt die Software, dass der Fahrer auf den Verkehr achtet und nicht abgelenkt ist, könnte der Autopilot das Fahrzeug steuern, ohne dass der Fahrer die Hände am Lenkrad haben muss.

Der Tesla-Konkurrent GM setzt bei seinem Mustang Mach-E eine ähnliche Software als Fahrassistenzsystem ein. GMs Super Cruise stellt ebenso mit einer Innenraumkamera fest, ob der Fahrer bei der Sache ist oder nicht.

Weitere Möglichkeiten für Cockpit-Kamera

Auf die Frage eines Tesla-Fahrers, welchem Zweck die Innenraumkamera dient, meinte Elon Musk im April 2019: Die Kamera würde das Geschehen im Innenraum aufzeichnen, sobald die Tesla-Autos mit Uber und Lyft konkurrieren und als Shared-Autonomy-Flotte zur Verfügung gestellt werden können. Dadurch soll verhindert werden, dass die Fahrgäste den Innenraum der Autos verwüsten.

Außerdem hieß es in der Vergangenheit, dass die Kamera die Passagiere per Gesichtserkennung erkennen könnte und die Einstellungen des Fahrzeugs auf die jeweiligen Fahrgäste anpassen soll. Nimmt eine Person im Fahrersitz Platz, werden beispielsweise Rückspiegel, Sitzposition, Lenkradhöhe und das gesamte Infotainmentsystem an die zuvor getroffenen Einstellungen der Person angepasst.

Klicken Sie hier für die Newsletteranmeldung

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!