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Das sind die besten und schlechtesten Corona-Schutzmasken

Zu Beginn der Coronavirus-Pandemie war noch umstritten, ob ein Mund-Nasen-Schutz überhaupt eine Übertragung von COVID-19 verhindern kann. Durch zahlreiche Studien wurde nun belegt, dass MNS-Masken die Verbreitung des Coronavirus eindämmen können.

"Wenn wir jeden dazu bringen könnten, jetzt sofort eine Maske zu tragen, denke ich, könnten wir diese Pandemie in vier, sechs, acht Wochen unter Kontrolle bringen", sagte etwa Robert Redfield, der Direktor der US-Gesundheitsbehörde erst kürzlich.

Auch die WHO empfiehlt das Tragen von Masken. Im Journal of Hospital Infection wurde nun eine Studie veröffentlicht, bei der sich Wissenschafter angesehen haben, welche Maske wie gut schützen kann. Konkret haben die Forscher untersucht, wie viele Coronavirus-Partikel die verschiedenen Masken herausfiltern können.

6. Schal oder T-Shirt

Ein Schal oder ein T-Shirt, das um Mund und Nase gebunden wird, sind nicht wirklich effektiv, wenn es darum geht, Coronavirus-Partikel herauszufiltern. Das haben britische Forscher untersucht.

Ein T-Shirt oder ein Schal konnten lediglich 44 Prozent der Partikel binden konnten. Nach einer Dauer von 20 Minuten können T-Shirt oder Schal nur mehr 24 Prozent der Partikel herausfiltern.

Maske aus Baumwolle

5. Geschirrtücher und antimikrobielle Kissenbezüge

Bei Geschirrtüchern komme es darauf an, dass sie eine hohe Fadendichte aufweisen. Auch antimikrobielle Kissenbezüge, die meist aus Seide, Satin oder Stoffe aus Bambus bestehen, weisen eine recht hohe Schutzkraft auf, wie eine Studie bescheinigt, die im Journal of Hospital Infection erschienen ist.

4. Baumwoll-, Seiden- und Papiermasken

Die WHO empfiehlt für selbstgemachte Masken 3 Schichten Stoff zu verwenden. Eine innere Schicht aus Baumwolle, die die Partikel absorbiert, eine mittlere Schicht, die filtert und eine äußere Schicht, die nicht absorbiert - etwa aus Polyester.

Laut einer Studie der Universität Illinois können 3 Schichten eines Baumwoll-T-Shirts ähnlich gut schützen wie eine medizinische Maske. Auch Seide eigne sich gut, so die Forscher. Da Seide elektrostatische Eigenschaften habe, könne sie besonders gut kleinere Partikel binden.

In einer anderen Studie kamen britische Forscher zum Ergebnis, dass selbst einlagige Baumwollmasken einen recht hohen Schutz aufweisen. Bei Menschen, die eine einfache Maske aus Baumwolle tragen, reduziert sich das Infektionsrisiko um 54 Prozent im Vergleich zu Menschen, die keine Maske tragen. Selbst wenn man eine Maske aus Papier trägt, reduziere sich das Infektionsrisiko um 39 Prozent, so die Wissenschafter.

3. Selbstgemachte Hybrid-Masken

In einer weiteren Studie wurde herausgefunden, dass so genannte Hybrid-Masken 80 Prozent der kleineren Partikel (kleiner als 300 Nanometer) und rund 90 Prozent der größeren Partikel (größer als 300 Nanometer) herausfiltern können. Hybrid-Masken bestehen aus mehreren Schichten.

Wir wirksam sie sind, komme dabei auf die verwendeten Materialien an. Laut den Forschern schützt eine Kombination aus Baumwolle und Chiffon am besten. Gleich danach kommt die Kombination aus Baumwolle, Seide und Flanell. Bei der Baumwolle wird eine Fadendichte von 600 empfohlen.

Chirurgischer Einweg-Mundschutz

2. Chirurgischer Einweg-Mundschutz

Der Mundschutz, der normalerweise von medizinischem Personal getragen wird, schützt laut der Studie ähnlich gut wie N99- oder N95-Masken. Eine ältere Studie aus dem Jahr 2013 kam zu dem Ergebnis, dass ein chirurgischer Einweg-Mundschutz dreimal so gut schützt, als selbstgemachte Baumwollmasken.

Eine FFP3-Maske

1. N99- und N95-Masken

Laut der Studie im Journal of Hospital Infection schützen N99- und N95-Masken, die auch mit Masken nach den Standards FFP1, FFP2 und FFP3 vergleichbar sind, am besten. Eine N99-Maske konnte zwischen 94 und 99 Prozent der Coronavirus-Partikel herausfiltern. N95-Masken schützen ähnlich gut und konnten 95 Prozent der Aerosole binden.

Es kommt darauf an, wie man die Maske trägt

Man könne zwar eine N99-Maske verwenden, wenn man sie allerdings falsch aufsetzt, reduziere sich ihre Schutzfähigkeit drastisch, so die britischen Forscher. Egal aus welchem Stoff die Masken bestehen, es müsse auf jeden Fall verhindert werden, dass die Luft an der Maske vorbei aus- und eingeatmet werden kann.

Wenn bei Masken also ein Luftleck verhindert werden soll, stellt sich die Frage nach der Wirksamkeit von Gesichtsschildern. Über die Effizienz von Gesichtsschildern gibt es kaum Studien, was auch dazu führt, dass deren Wirksamkeit stark angezweifelt wird.

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