B2B 03.04.2018

34.494 Fahrzeuge: Tesla feiert „produktivstes Quartal“

© Bild: Tesla

Der US-Konzern hat die Produktion des Model 3 kräftig gesteigert, bleibt aber dennoch unter den eigenen Zielen.

Tesla hat im ersten Quartal 2018 insgesamt 34.494 Fahrzeuge produziert, darunter 24.728 Model S und Model X sowie 9.766 Stück des Model 3. Damit konnte die Produktion gegenüber dem vierten Quartal 2017 um 40 Prozent gesteigert werden, wodurch man das „mit Abstand produktivste Quartal der Tesla-Geschichte“ feiern konnte. Das ist vor allem auf das Model 3 zurückzuführen, dessen Serienproduktion zum Ende des dritten Quartals angelaufen ist.

Zudem wurde bestätigt, dass vergangene Woche erstmals mehr als 2000 Model 3 binnen einer Woche vom Band gelaufen sind. „Wofür unser Team beim Model S und X fünf Jahre gebraucht hat, ist uns beim Model 3 binnen neun Monaten gelungen“, heißt es in der offiziellen Presseaussendung. Der Jubel ist aber etwas verfrüht: Tesla verfehlt mit 2020 Stück binnen einer Woche weiterhin das selbst gesteckte Ziel von 2500 Fahrzeugen pro Woche. 

Zahl der Vorbestellungen bleibt gleich

Ausgeliefert wurden im ersten Quartal insgesamt 29.980 Fahrzeuge, worunter sich 11.730 Model S, 10.070 Model X sowie 8.180 Model 3 befanden. 2040 weitere Model 3 befinden sich derzeit auf dem Weg zu ihren Käufern und sollen noch im zweiten Quartal ausgeliefert werden. Damit sei es laut Tesla noch möglich, die geplante Zahl an Model 3 im Jahr 2018 auszuliefern.

Insgesamt sei die Zahl der Vorbestellungen stabil geblieben. Aufgrund der hohen Nachfrage führte Tesla bereits zum Verkaufsstart ein ungewöhnliches System für Vorbesteller ein: Diese müssen zunächst eine Anzahlung in der Höhe von 1000 US-Dollar hinterlegen, dann landen sie in einer Warteschlange. Somit muss man beim Model 3 erst mal ein paar Monate warten, um das Fahrzeuge überhaupt bestellen zu können. Da die Anzahlung erstattet werden kann, haben zahlreiche Ungeduldige ihre Vorbestellung zurückgezogen. In Summe blieb die Zahl der Vorbesteller aber nahezu gleich, so Tesla. Die Stornierungen seien zum Großteil auf Verzögerungen beim Portfolio, beispielsweise ein zweimotoriges Allrad-Modell oder ein Modell mit kleinerem Akku, zurückzuführen.

Zu den Geschäftsergebnissen äußerte sich das Unternehmen bislang nicht, die Börse reagierte dennoch erfreut. Im vorbörslichen Handel stiegen die Aktien um rund 2,6 Prozent. Der US-Konzern betonte jedoch in der Aussendung, dass man dieses Geschäftsjahr keine Kapitalerhöhung oder neuerliche Ausschüttung von Anleihen plane. Damit reagierte man wohl auf die Aussagen eines Hedge-Fonds-Managers, der Tesla einen baldigen Bankrott voraussagte. Tesla-Gründer Musk machte sich im Zuge eines Aprilscherzes sogar darüber lustig.

Tesla sprach auch die zuletzt geäußerten Zweifel an der Qualität des Model 3 an. Demnach weise das Model 3 die höchste Produktionsqualität aller jemals von Tesla gefertigten Fahrzeuge auf. Als Beleg dafür zieht man die Zufriedenheit der Kunden mit der Qualität heran, die laut eigenen Erhebungen bei 93 Prozent liegt.
 

( futurezone ) Erstellt am 03.04.2018