FILE PHOTO: Amazon's JFK8 distribution center in Staten Island, New York City

© REUTERS / BRENDAN MCDERMID

B2B

Amazon steckt gestresstes Personal in "Verzweiflungszelle"

Der für seine unerbittlichen Arbeitsbedingungen vielerorts kritisierte Online-Händler hat in sozialen Medien einen Shitstorm geerntet. Schuld ist eine eingeführte Mini-Kammer namens AmaZen, die Amazon-Mitarbeiter*innen an ihrem Arbeitsplatz einen Ort der Ruhe und Muße bieten soll.

Personen, die gestresst sind oder psychisch unter Druck sind, sollen in der abgeschlossenen Zelle auf ihre mentale Gesundheit achten können, heißt es. Erste Pilotversuche hätten gezeigt, dass Mitarbeiter*innen nach einem Aufenthalt in der Zelle fokussierter zur Arbeit zurückkehren würden.

"Schrank der Verzweiflung" für Amazon-Personal

Die Kammer, die viele an eine Telefonzelle erinnerte, sorgte prompt für Spott und Kritik. Eine Twitter-Userin bezeichnete die AmaZen gar als "Schrank der Verzweiflung". Lebenswerte Löhne und Arbeitsbedingungen wären die bessere Strategie als diese Erfindung, schrieb sie.

Für Kritik sorgte die Entspannungszelle auch bei der Menschenrechtsorganisation "Talk Poverty. Amazon-Beschäftigte würden im wahrsten Sinne des Wortes an den stressigen Arbeitsbedingungen sterben. Und Amazons Antwort sei: "Nutzen Sie eine Telefonzelle mit einem Achtsamkeitsvideo über mentale Gesundheit".

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Kommentare