Picture illustration of vials with Pfizer-BioNTech and AstraZeneca coronavirus disease (COVID-19) vaccine labels

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EU klagt AstraZeneca - Biontech mit Milliardengewinn

Während die Impf-Rechnung für Biontech bislang voll aufgegangen ist, steht AstraZeneca aufgrund der verspäteten Impfstoff-Lieferungen weiterhin unter Kritik. Die EU-Kommission hat am Montag angekündigt, erneut juristisch gegen AstraZeneca deswegen vorzugehen. Der Fall soll am Dienstag vor Gericht gebracht werden, teilte ein Sprecher der EU-Kommission mit. Im Raum stehen finanzielle Strafen. Laut einem EU-Vertreter hat AstraZeneca bis zum 7. Mai knapp 50 Millionen Dosen an Impfstoff geliefert. Diese Zahl sollte ursprünglich bereits im Januar erreicht werden.

Biontech macht Milliardengewinn

Beim deutschen Unternehmen Biontech, das seinen Impfstoff zusammen mit Pfizer produziert, läuft das Geschäft hingegen am Schnürchen. Es erzielte im ersten Quartal einen Gewinn von 1,1 Mrd. Euro. Im ersten Quartal 2020 musste BioNtech noch einen Nettoverlust von 53 Mio. Euro hinnehmen. Hauptgrund dafür waren hohe Forschungs- und Entwicklungskosten.

Der Umsatz erreichte geschätzt 2,05 Mrd. Euro. Das waren mehr als 70-mal so viel wie im entsprechenden vorangegangenen Zeitraum 2020 (27,7 Mio. Euro). Der Anstieg sei vor allem auf die rasche Steigerung der weltweiten Versorgung mit dem Corona-Impfstoff zurückzuführen, erklärte das Unternehmen am Montag.

BioNtech erwartet aktuell fürs Gesamtjahr 2021 einen Umsatz von 12,4 Mrd. Euro mit seinem Covid-19-Impfstoff. Die Umsatzprognose basiere auf den derzeit unterzeichneten Lieferverträgen über rund 1,8 Milliarden Impfdosen für 2021. Im Zusammenhang mit weiteren Verträgen für Lieferungen im Jahr 2021 würden zusätzliche Umsätze erwartet, teilte BioNtech am Montag mit.

Investition in Krebstherapie

Biontech sei sich seiner globalen Verantwortung im Kampf gegen die Corona-Pandemie bewusst, sagte Sahin. Daher sei die Produktionskapazität für dieses Jahr von ursprünglich 1,3 Milliarden auf bis zu drei Milliarden Impfstoffdosen gesteigert worden. Davon seien voraussichtlich mehr als 40 Prozent für Länder mit mittlerem und geringem Einkommen bestimmt, sagte Sahin.

Die für medizinische Forschung zuständige Biontech-Chefin Özlem Türeci zeigte sich zuversichtlich, dass die Vorhaben des Unternehmens zu Krebstherapien vielversprechend seien. In ersten klinischen Tests habe sich gezeigt, dass Wirkstoffe mit mRNA-Botenmolekülen die Größe von Tumoren reduzieren könnten.

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