Was steckt noch hinter der Instagram-App?

© APA - Austria Presse Agentur

Digital Life

Accounts gelöscht: Pornostars beschweren sich über Instagram

Die Instagram-Accounts von über 1.000 Pornostars, die Mitglieder bei der Adult Performers Actors Guild (APAG) sind,  wurden gelöscht. „Sie diskriminieren uns, weil sich nicht mögen, womit wir unseren Lebensunterhalt verdienen“, sagt Alana Evans, Präsidentin des Vereins gegenüber BBC. Ihr zufolge würden den Mitgliedern höhere Standards vorgehalten als anderen Nutzern. Nacktbilder oder sexuelle Inhalte hätten sie jedenfalls nicht auf Instagram veröffentlicht.

Das Social Media-Portal wehrt sich gegen diese Beschuldigung und meint, die Accounts hätten die Community-Richtlinien verletzt. Manche Profile seien aber auch wiederhergestellt worden.

Frauenfeindlichkeit erlaubt

Auch Pornoregisseurin Erika Lust hat sich zu Wort gemeldet und echauffiert sich über die Doppelmoral von Social-Media-Verantwortlichen, die es Social Media-Persönlichkeiten wie Dan Bilzerian aber sehr wohl erlaubt, ihre frauenfeindlichen Inhalte zu veröffentlichen.

„Die Dan Bilzerians dieser Welt können ihre misogyne Message, dass Frauen nur ein Accessoire für ihr verschwenderisches Leben sind, frei nach außen tragen“, sagt sie und ergänzt: „Wenn Dan ein Bild von einer nackten Frau als Tisch postet, den er zur Ablage seiner Trophäe benutzt, wird er nicht zensiert.“ Grundsätzlich enthalten fast alle seine Bilder nackte Haut.

Ungleiche Standards

Grundsätzlich ist auf Instagram keine Nacktheit erlaubt – sei es auf Fotos, in Videos oder anderen digitalen Inhalten. Warum diese Richtlinien jedoch nicht für alle Nutzer gleichwertig gelten, ist unklar.

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