FILE PHOTO: Amazon's JFK8 distribution center in Staten Island, New York City

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Digital Life

Vorsicht vor vermeintlichen "Hammerpreisen" beim Amazon Prime Day

Am Montag um 00:01 startet Amazon seinen Prime Day. In den darauf folgenden 48 Stunden werden die Angebote für Prime-Mitglieder immer wieder erneuert und ausgebaut.

Neben hauseigenen Produkten - etwa Fire-TV-Geräte, Echo-Lautsprecher oder Kindle-E-Reader - gibt es Rabatte quer durch das Sortiment. Angekündigt wurde bereits, dass etwa TV-Geräte von Samsung, Kameraobjektive von Canon, Surface-Geräte von Microsoft sowie Elektronikprodukte von Logitech, Huawei und LG am Prime Day günstiger angeboten werden.

Angebote auf Vergleichsportalen überprüfen

Überstürzen sollten Kund*innen aber nichts, denn oft entpuppen sich vermeintliche Schnäppchen als gar nicht so billig. Denn - wie Verbraucherschützer seit längerem warnen - werden als Vergleichsgrundlage für die "Hammerpreise" oft die unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) der Hersteller herangezogen. Gegenüber aktuellen Marktpreisen sind die Angebote manchmal alles andere als günstig. Deshalb empfiehlt es sich in jedem Fall Preisvergleichsportale vor dem Kauf zu Rate zu ziehen.

Nicht selten werden die Preise auch kurz vor den Aktionstagen hinaufgesetzt, sodass die Aktionsangebote plötzlich unglaublich günstig erscheinen. Abhilfe bietet etwa die Browser-Erweiterung Keepa, die detaillierte Preisentwicklungen für über 1.900 Amazon-Produkte anzeigt.

 

Von Blitzangeboten nicht stressen lassen

Auch von den Blitzangeboten, die nach einer bestimmten Zeit ablaufen, sollte man sich nicht drängen lassen. Sinnvoller ist es, sich bereits vorher zu überlegen, welche Produkte man wirklich braucht, um nicht nachher mit Produkten dazustehen, zu deren Kauf man durch "Psychotricks" verleitet wurde und mit denen man wenig anzufangen weiß.

Widerrufsrecht

Die kann man nach dem Widerrufsrecht zwar 30 Tage lang zurückschicken, im Interesse der Umwelt ist es aber sinnvoller, sich vorher zu überlegen, ob man Produkte wirklich braucht. Das Widerrufsrecht gilt auch nicht für alle Produktkategorien, Tickets oder speziell gefertigte Produkte sind etwa davon ausgenommen.

Fake Reviews

In Acht nehmen sollten sich Teilnehmer*innen des Prime Day auch vor Fake Reviews. Amazon versucht zwar, rigoros dagegen vorzugehen, sie vollkommen zu verhindern, ist allerdings nicht möglich. Für Käufer*innen ist es grundsätzlich ratsam, bei Produkten mit einer sehr hohen Anzahl an 5-Sterne-Bewertungen zumindest skeptisch zu sein.

Phishing

Den Kaufrausch rund um die Amazon-Aktionstage wollen auch Cyberkriminelle für sich nutzen. Über gefälschte Login-Seiten, die der echten Amazon-Seite täuschend ähnlich sehen, haben sie es auf Kreditkartendaten abgesehen.

Gefälschte Versandbestätigungen

Die Gefahren für Konsument*innen sind aber mit den Aktionstagen nicht vorbei. Mit gefälschten Versandbestätigungen per E-Mail, die Word-Dateien oder Links zu infizierten Websites enthalten, versuchen Cyberkriminelle nach dem Prime Day Schadsoftware auf die Rechner von Amazon-Nutzer*innen zu schleusen. 

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