FILE PHOTO: The interior of a Tesla Model S is shown in autopilot mode in San Francisco

© REUTERS / Alexandria Sage

Digital Life

Huawei-Manager verliert nach Vorwürfen gegen Tesla Job

Su Qing, der bei Huawei für autonomes Fahren zuständig ist, muss nach kritischen Aussagen zu Tesla seinen Arbeitsplatz räumen. Der Huawei-Manager verwies bei der World Artificial Intelligence Conference auf die zahlreichen Unfälle mit Teslas Fahrassistenzsystem Autopilot und implizierte dabei auch, dass die Autos Menschen töten würden, berichtet electrek.

Das Wort „töten“ verwende er bewusste, sagt Qing:  Wenn eine Maschine in die menschliche Gesellschaft eindringe, verursache sie definitiv Unfälle. Der Punkt sei „töten“. Man könne die Unfallwahrscheinlichkeit aber so gering wie möglich halten.

Später stellte der Huawei-Manager klar, dass es sich bei seinen Kommentaren um eine allgemeine Warnung gehandelt habe. Mit ihrer zunehmenden Verbreitung würden selbstfahrende Autos auch für mehr Unfälle verantwortlich sein, so Qing. Darauf müsse die Gesellschaft vorbereitet sein.

Versetzt

Huawei zog trotz der Klarstellung Konsequenzen und gab am Dienstag bekannt, dass der Manager von seinem Posten entfernt wurde. Er sei zurückgestuft worden und in die Trainings- und Vertriebsabteilung versetzt, hieß es aus dem Unternehmen.

Zahlreiche Unfälle mit Autopilot

Unfälle bei denen der Tesla-Autopilot im Spiel gewesen sein soll, sorgen seit Jahren für Aufsehen. Zuletzt krachte ein Tesla mit leerem Fahrer*innensitz gegen einen Baum. Die Insassen, die sich am Beifahrer*innen- und Rücksitz befanden, kamen bei dem Crash ums Leben .  

Tesla verweist zwar immer wieder darauf, dass die Aufmerksamkeit der Fahrer*innen bei der Nutzung des Assistenzsystems unabdingbar ist und hat auch Sicherheitsmechanismen installiert, die überprüfen, ob sich die Hände am Lenkrad befinden, sie können aber umgangen werden. Zu Unfällen kommt es immer wieder.

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