Metas Avatare mit Beinen
© Meta

Digital Life

Facebook hat bei seinem Bein-Video geschummelt

Am Dienstag kündigte Mark Zuckerberg Verbesserungen bei den Avataren seines Metaversums an. Sie sollen bald Beine bekommen.

Dies sei eines der am häufigsten nachgefragtesten Features gewesen, sagte der Meta-Chef. Bisher mussten sich Avatare als Torsos durch die virtuelle Welt von Metas Horizon Worlds bewegen.

Um seine Ankündigung zu untermauern, zeigte Zuckerberg ein etwas seltsames Video, das seinen Avatar beim Herumhüpfen zeigt, während ein weiblicher Avatar Kickbox-Übungen vorführt.

Das Beeindruckende daran: Laut Meta berechnet eine künstliche Intelligenz die Position und Bewegung der virtuellen Beine. Man kann also nach wie vor übliche Virtual-Reality-Headsets und Handcontroller nutzen. Extra-Hardware oder Kameras, die die Bewegung der Beine erfassen, sei nicht notwendig.

Wie sich nun herausstellt, war das Video ein Fake, berichtet kotaku. Zu sehen war nicht der von Zuckerberg angekündigte technologische Fortschritt, sondern lediglich Animationen auf Grundlage von Bewegungstrackern.

„Um diese Vorschau auf das, was kommen wird, zu ermöglichen, enthielt das Segment Animationen, die aus Motion Capture erstellt wurden", teilte Meta dem Journalisten Ian Hamilton auf Nachfrage mit.

Die Beine der Avatare sollen erst 2023 in Horizon Worlds zu sehen sein. Dann will Meta Updates für seine virtuelle Welt veröffentlichen, wie Zuckerberg bei der Präsentation der neuen VR-Brille Meta Quest Pro ankündigte.

15 Milliarden US-Dollar ins Metaverse gesteckt

Beobachter*innen zeigten sich anbetracht der Summen, die die Facebook-Mutter bisher in seine Metaversum-Pläne steckte, enttäuscht. Laut Business Insider sollen das seit dem Start des Projekts im vergangenen Jahr mehr als 15 Milliarden Dollar gewesen sein.

Meta musste wegen der dürftigen Grafik in seiner virtuellen Welt Horizon Worlds bereits zuvor viel Spott einstecken. Das virtuelle Abbild des Facebook-Gründers vor dem Eiffelturm sorgte etwa im August für Lacher.

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Kommentare