Fake blood is seen in test tubes labelled with the coronavirus (COVID-19) in this illustration

© REUTERS / DADO RUVIC

Digital Life
04/21/2020

Im Darknet wird "Blut eines Corona-Überlebenden" verkauft

Die Krise bietet einen Nährboden für Cyberkriminalität und falsche Angebote im Darknet.

Hacker und Betrüger nutzen die weltweite Pandemie verstärkt aus, um sich zu bereichern. Scheinbare Heilmittel oder Vitaminpillen zur Prävention tauchten immer wieder auf Amazon und in sozialen Netzen auf, bis die Plattformbetreiber dem einen Riegel vorschoben. Im Darknet hingegen, wo grundsätzlich alles verkauft wird, sprießen immer noch viele fragwürdige Angebote aus dem Boden.

So behauptet der Betreiber des „Own Shop”, er sei mit dem Coronavirus infiziert gewesen. Er verkauft nun sein Blut und seinen Speichel, wie Vice berichtet. Kostenpunkt für die Proben: 1.000 US-Dollar. Der Handel findet unter der Annahme statt, dass das Blut und der Speichel von geheilten Patienten Antikörper gegen das Virus enthalten und dabei helfen könnten, selbst welche zu bilden. Der Verkäufer gibt an, mit den Einnahmen für seine Familie sorgen zu wollen.

Produkte nicht echt

Auch Testkits und Wärmescanner, wie sie am Flughafen für das Fiebermessen aus der Ferne genutzt werden, werden im Darknet zum Kauf angeboten. Da die Tests weltweit knapp sind, könnten solche Angebote für manche Menschen verlockend sein. 

Auch mit angeblichen Impfstoffen und Heilmitteln wird geworben. Da derzeit weltweit nach Wirkstoffen gesucht wird, ohne dass ein eindeutiger Durchbruch gelungen ist, sind diese Angebot besonders gefährlich. Im besten Fall verliert man hier allerdings nur sein Geld. „Diese ‚Produkte‘ sind mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht echt und Käufer werden um ihr Geld betrogen“, schreiben das Analyse-Unternehmen InSight in einem Report.

Viele Cyberkriminelle verbreiten derzeit auch Apps und Programme mit Ransomware. Sie machen sich die Angst vor dem Virus zunutze, um auf die Computer der Nutzer zuzugreifen, sie zu erpressen, oder um einfach nur zu zerstören. Daher ist es besonders wichtig, die Quellen solcher Software zu prüfen und sich auf offizielle Informationen der Behörden zu verlassen.

Verlässliche Informationen

Offizielle Informationen über den Stand der Forschung erhält man beispielsweise auf der Webseite der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES), der Website des Robert-Koch-Instituts und der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

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