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Impfservice: Mail der Stadt Wien sorgt für Verwirrung und Ärger

Ein E-Mail der Stadt Wien sorgt aktuell für große Verwirrung und Ärger unter den Österreichern. Es handelt sich um ein "Informationsupdate zur COVID-19-Schutzimpfung", wie auch der Betreff liest. Jeder Bürger, der sich für eine Schutzimpfung hat vormerken lassen, hat diese Mail erhalten. Darin geht es aber nur um Informationen für die Impfstoffoffensive ab Jahrgang 1931 oder älter.

Sie bekommen im Rahmen dieser Impfoffensive für die Generation 90+ einen Impftermin im Austria Center oder in einem der drei Impfzentren der Österreichischen Gesundheitskassa. Vor Ort sind unbedingt Ihre E-Card sowie ein Lichtbildausweis sowie der Buchungscode mitzubringen“, heißt es im Mail.

Bei vielen (jüngeren) Menschen sorgt das Mail aber für Fragezeichen. Einige sind auch sichtlich verärgert. Sie beschweren sich, sehnsüchtig auf ein Mail mit einem Impftermin zu warten, bekommen aber dann nur einen Newsletter, der für sie nicht relevant sei - obwohl man sich für die Impfung mit seinem Alter anmelden musste.

Absicht mit banalem Grund

Was nach einem IT-Versehen aussieht, sei laut Mario Dujakovic, Mediensprecher bei Stadt Wien, Absicht gewesen. „Die Überlegung war, alle vorgemerkten Personen regelmäßig über die Impfschwerpunkte zu informieren“, sagt er. Die Durchimpfungsrate bei dieser Altersgruppe betrage aktuell 55 Prozent. „Uns fehlen noch genau 9.000 - dann hätten wir 100 Prozent der 90-Jährigen geimpft“, sagt Dujakovic der futurezone. Für diese sei das Mail gedacht.

Zwar seien die 80- und 90-Jährigen „sehr brav“ bei den Anmeldungen – gleichzeitig seien sie aber auch sehr schwer zu erreichen, wie die Erfahrung gezeigt habe. Sie würden oft nicht abheben. Auch würden viele eine Telefonnummer von Angehörigen angeben, die bei dem Versuch, Kontakt aufzunehmen, ebenfalls nicht abheben. „Außerdem sind viele 90-Jährige bei jüngeren Angehörigen mit-vorgemerkt“, sagt er.

Sensibilisieren

Mithilfe der Benachrichtigung könnten alle vorgemerkten Personen ältere Menschen in ihrem Umfeld auf die Impfstoffoffensive für ihre Altersgruppe aufmerksam machen. Kommende Woche geht ihm zufolge an alle 70+ ein Zeitplan auf postalischem Weg heraus.

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Andreea Iosa

Andreea Iosa beschäftigt sich mit neuesten Technologien und Entwicklungen in der Forschung – insbesondere aus Österreich – behandelt aber auch Themen rund um Raumfahrt sowie Klimawandel.

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