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Digital Life

4 Möglichkeiten, im Ausland günstig am Handy online zu sein

Urlauber*innen sind bei Reisen in EU-Staaten inzwischen verwöhnt. Denn Roaming-Kosten gehören hier der Vergangenheit an. Das ist praktisch, wenn man mit dem Auto navigieren möchte oder das beste Restaurant in Gehweite sucht.

Verlässt man die EU aber, wird das Surfen ganz schnell sehr teuer. Die futurezone hat Tipps gesammelt, wie man mit guter Planung auch auf weiten Reisen leistbar online bleibt.

1. Zusatzpakete beim Mobilfunkanbieter

Die simpelste aber mit Abstand teuerste Variante sind die Zusatzangebote der großen Mobilfunker. Um diese zu nutzen, muss man natürlich bereits Kund*in sein. Virtuelle Mobilfunker haben oft keine Datenroaming-Pakete oder nur welche zu sehr hohen Preisen.

Bei Drei kann man in einem Land für 7 Tage 500 MB verbrauchen und bezahlt 6 bis 12 Euro. Bei Magenta kostet das 23 Euro, dafür gilt das Angebot weltweit. A1 verlangt dafür 27,90 Euro.

Bucht man das nicht, wird pro 100 KB abgerechnet. Dann bezahlt man, je nach Anbieter, für 1 GB in der Schweiz bis zu 14.900 Euro und in den USA bis zu 20.000 Euro.

2. Lokale eSIM oder zweite SIM-Karte

Neuere Handys können, neben einer physischen SIM-Karte, eine weitere, virtuelle eSIM nutzen. Andere Geräte haben oft die Option, eine zweite physische SIM-Karte zu nutzen (Dual SIM). In beiden Fälle wählt man dann in den Geräteeinstellungen aus, welche Karte jeweils für Telefonie, SMS und Internet verwendet werden soll. Man kann sich also eine Prepaid-Karte im Reiseland besorgen. Diese wird als zweite SIM- bzw eSIM-Karte, zusätzlich zur heimischen Karte, genutzt.

Hier ist aber Recherche notwendig. Manche Anbieter, wie Ultra Mobile in den USA, haben eigene Tarife für Tourist*innen. In vielen Ländern in Südostasien müssen SIM-Karten registriert werden. Häufig muss man sich dazu ausweisen, was nur in einem Laden vor Ort möglich ist. Gibt es eine Sprachbarriere, kann das schwierig sein, wenn man nicht genau weiß, wonach man sucht. Dafür ist die lokale SIM-Karte aber oft die günstigste Option.

3. Globale eSIM oder SIM-Karte

Ein wenig teurer aber unkomplizierter ist es, sich eine eSIM oder SIM-Karte von Anbietern zu holen, die sich auf Reisende spezialisiert haben. Möchte man mehrere Länder zeitnahe bereisen, etwa bei einem Trip von Kanada über die USA bis nach Mexiko, oder Thailand, Vietnam und Kambodscha, ist diese Lösung sehr unkompliziert. Große Anbieter sind OneSIM, TravelSIM oder Holafly

Alle diese Firmen bieten eSIM und klassische SIM an. Bei TravelSIM bezahlt man für eine eSIM mit 1 GB in Ländern wie USA, Australien, Türkei oder Schweiz 34 Euro für 30 Tage. Bei OneSIM sind es 19 Dollar (ca. 18 Euro). Allerdings kann es sein, dass man eine Preisklasse höher gehen muss, weil man mehrere Länder bereist, die nicht in den günstigen Preiszonen sind – bei beiden müsste man etwa draufzahlen, wenn man den Datentarif in den USA und in Kanada nutzen möchte: 1 GB kostet dann zwischen 55 und 70 Euro.

Bei Holafly sind die Tarife anders strukturiert. Hier bezahlt man etwa für Nordamerika über 15 Tage 57 Euro für 6 GB (eSIM) bzw. 58 Euro mit unbegrenztem Datenvolumen bei einer physischen SIM. Hier sollte man auf jeden Fall Anbieter vergleichen, um die individuell beste Lösung zu finden.

4. Mobilen WLAN-Router kaufen oder mieten

Wer gemeinsam mit der Familie, der Partner*in oder Freund*innen unterwegs ist, kann gemeinsam einen mobilen Router verwenden. Das kleine Gerät hat einen Akku und ist daher praktisch für unterwegs. Mehrere Smartphones können sich damit über WLAN verbinden. Möchte man es kaufen, muss man mindestens 100 Euro in die Hand nehmen. Es gibt günstigere Varianten (ab 50 Euro), allerdings funktionieren die oft nur in ausgewählten Gebieten – darauf sollte man beim Kauf unbedingt achten.

Ein bekannter Anbieter ist GlocalMe. Hier kostet die einfache Variante namens „U3126 Euro (vertrieben über Amazon), die Version mit Display namens „Mini Turbo“ (Amazon) kostet 160 Euro. Dazu kommt ein entsprechender Datentarif.

Hier gibt es eine große Auswahl. Bucht man 1 GB für Nordamerika, zahlt man für 30 Tage 11 Euro, 3 GB kosten 27,50 Euro. Für Südostasien kostet 1 GB 6 Euro, 3 GB kosten 15 Euro. Möchte man nur in ein Land, wird es günstiger. 3 GB kosten für die Türkei 12,50 Euro, für die USA 18,50 Euro. Je nach Gebiet variieren die Angebote und Preise, was den Service sehr flexibel und individuell macht.

Eine Alternative bietet die Schweizer Firma Travelers Wifi. Hier kann man ein Gerät mit Datenpaket mieten. Für 14 Tage und 1 GB pro Tag bezahlt man 138 Euro und kann es weltweit nutzen. Möchte man nur nach Nordamerika (3 Länder) oder bleibt in Europa (55 Länder) sind es jeweils 126,97 Euro. Auch hier sollte man Anbieter vergleichen, um die günstigste und beste Option für seinen Urlaub zu finden.

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Franziska Bechtold

frau_grete

Liebt virtuelle Spielewelten, Gadgets, Wissenschaft und den Weltraum. Solange sie nicht selbst ins Weltall kann, flüchtet sie eben in Science Fiction.

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