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Amazon Fire TV Stick Lite im Test: Volles Streaming für wenig Geld

Neuer Google Chromecast, neue Fire TV Sticks, Apple TV und zahlreiche Streaming-Alternativen machen es interessierten Nutzern nicht einfach, die richtige Wahl zu treffen. Neben dem neuen Fire TV Stick (2020) und dem Fire TV Stick 4K hat Amazon mit dem Fire TV Stick Lite (2020) vor kurzem eine günstige Einsteigeralternative auf den Markt gebracht.

Auf den ersten Blick kommt die Lite-Version einigen Einschränkungen. Ein genauerer Blick verrät jedoch, dass diese angesichts des Preises verkraftbar sind. 

Inbetriebnahme

Das Setup läuft bei allen Fire TV Sticks nach demselben Muster: Nachdem der Stick mit dem TV-Gerät per HDMI-Kabel verbunden ist, spielt man die Schritt-für-Schritt-Anleitung durch. Dabei loggt man sich mit seinem Amazon-Account ein und verbindet den Stick mit dem WLAN. In 5 Minuten ist die Angelegenheit erledigt und die Fire-TV-Oberfläche erscheint.

Lieferumfang des Fire TV Stick Lite

Apps installieren

Nun hat man die Möglichkeit verschiedene Apps auf seinem Fire TV zu installieren. Welche Anwendungen zur Auswahl stehen und welche überhaupt Sinn machen, hängt stark von der Region ab. In Österreich werden den Nutzern unter anderem verschiedene Streaming-Dienste, die Mediatheken der deutschsprachigen TV-Sender, YouTube, Netflix, Spotify und ein Web-Browser vorgeschlagen.

Um den Streaming-Stick nutzen zu können, muss man nicht Amazon-Prime-Mitglied sein. Sämtliche Apps können unabhängig davon genutzt werden. Und auch Inhalte von Amazon Prime Video können ausgeliehen beziehungsweise gekauft werden.

Sollte die Bauform des TV-Geräts ein direktes Anstecken nicht zulassen, kann man sich mit dem beigelegten Verlängerungskabel weiterhelfen.

Fire TV

Das Fire TV selbst ist natürlich so aufgebaut, dass Amazons Videodienst Prime Video bei den vorgeschlagenen Inhalten meist den Vorrang vor anderen Streaming-Diensten und Apps bekommt. Das ist wenig verwunderlich, führt aber so manches Mal zu kleinen Verwirrungen.

So ist auf der Überblicksansicht auf den ersten Blick nicht ersichtlich, ob ein Titel in Prime inkludiert ist, ob man dafür extra bezahlen muss oder ob er überhaupt über eine andere App beziehungsweise einem anderem Streaming-Dienst angeboten wird.

Die neue Fire-TV-Oberfläche

Neue Fire-TV-Benutzeroberfläche für (fast) alle

Aktuell laufen die neuesten Amazon Streaming-Sticks noch unter der "alten" Fire-TV-Oberfläche. Eine neue, stark überarbeitete Version wurde Ende September präsentiert. Diese soll noch im Laufe des Jahres ihren Weg auf die neuen Fire-TV-Sticks finden.

Nach und nach wird die neue Benutzeroberfläche an alle Amazon-Streaming-Sticks verteilt -zurück bis zur ersten Generation, wie Amazon gegenüber der futurezone bestätigt. Das heißt: Bis auf die Fire TV Set-Top-Boxes aus den Jahren 2014 und 2015 sind die einzigen, die die neue Oberfläche nicht erhalten werden.

Wie das neue Fire TV aussehen wird und vor allem was es können wird, ist noch unklar. In einem Pressetext von Amazon heißt es jedenfalls, dass die neue Oberfläche ein "intuitiveres und individuelleres Erlebnis" bietet. Außerdem wird es eine neue Suche geben und die Alexa-Sprachsteuerung soll ausgebaut werden. Vor allem aber wird das neue Fire TV die Möglichkeit bieten, Benutzerprofile anzulegen.

Leistungsfähigkeit

Wie gut die Bild- und Soundqualität am Ende ist, hängt weniger von den Streaming-Sticks ab, sondern vielmehr vom TV-Gerät und dem Audio-Equipment. Der Fire TV Stick Lite kann jedenfalls Inhalte in 1080p (1920 x 1080) wiedergeben. Er unterstützt 60 Hz, HDR10, HDR10+ und HLG.

Bei den Audio-Codecs ist HDMI-Audio-Passthrough für Dolby Digital, Dolby Digital+, Dolby Atmos und DTS mit von der Partie. WLAN-mäßig ist der Fire TV Stick Lite mit 802.11 a/b/g/n/ac kompatibel und kann daher auch im Dual-Band 2,4/5 GHz genutzt werden.

Angetrieben wird der Lite-Stick von einem 4-kernigen MediaTek MT8695D mit 1,7 GHz und 1 GB RAM. Der interne Speicher beträgt 8 GB.

Fernbedienung

Wer sich für einen Fire TV Stick Lite entscheidet, muss bei der Fernbedienung eigentlich die meisten Einbußen gegenüber den teureren Fire-TV-Modellen hinnehmen: Die Volume-Tasten zur Steuerung der Wiedergabelautstärke sind auf der Lite-Fernbedienung ebenso wenig vorhanden, wie der Power-Button zum Aus- und Einschalten des TV-Geräts.

Davon abgesehen, gibt es bei der Fernbedienung keine Einschränkungen. So kann die Lite-Fernsteuerung auch per Alexa-Sprachbefehl angesprochen werden.

Was der Fire TV Stick Lite sonst noch kann

Abgesehen von den Streaming-Funktionen, die das Lite-Modell makellos beherrscht, kann man den Fire TV Stick auch für Gaming verwenden und ihn individuell mit passender Software bespielen.

Über die Fire-TV-Oberfläche stehen Gaming-Apps zur Auswahl. Werspielen will, wird vermutlich zu einem passenden Gamepad greifen. Dieses verbindet man anschließend per Bluetooth mit dem Stick. Wer eine PlayStation zu Hause hat, kann etwa den DualShock 4 Bluetooth-Controller zum Spielen auf dem Fire TV verwenden.

UI von Kodi

Auf dem Fire TV Stick kann auch die Mediaserver-Software Kodi installiert werden. Auch gibt es zahlreiche Anleitungen, wie man Android TV, den Google Play Store oder eine VPN-Software auf dem Fire TV Stick zum Laufen bringt.

Fazit

Wer nach einer günstigen Möglichkeit sucht, Streaming-Dienste auf sein TV-Gerät zu bekommen, ist beim Fire TV Stick Lite genau richtig. Rein von der Auswahl an Apps, kompatiblen Streaming-Services und verfügbaren Titeln gibt es zwischen den verschiedenen Fire-TV-Geräten von Amazon keinen Unterschied.

Die Einschränkungen gegenüber den teureren Modellen sind minimal: Wer auf 4K-Inhalte verzichten kann beziehungsweise ein TV-Gerät hat, das ohnehin kein 4K wiedergeben kann, braucht sich natürlich keinen 4K-Streaming-Stick kaufen. Auch fallen bei herkömmlichen TV-Geräten die Abstriche bei den Audio-Codecs nicht weiter auf.

Der größte Unterschied zum geringfügig teureren Fire TV Stick (2020) ist die fehlende Volume-Steuerung auf der Fernbedienung. Und jene ist besonders praktisch, da man beim Filmschauen nicht immer eine zweite Fernbedienung suchen muss, um nur kurz lauter oder leiser zu drehen. Wer sich die 10 Euro Aufpreis leisten kann, sollte gleich zum Standardmodell Fire TV Stick (2020) greifen.

Der Amazon Fire TV Stick (2020, 3rd Gen) ist zu einem Preis von 40,32 Euro zu haben, der Fire TV Stick Lite (2020, 1st Gen) für 30,24 Euro und der Fire TV Stick 4K (2018, 1st Gen) für 60,49 Euro.

Dabei handelt es sich um die regulären Preise für Österreich. Amazon bietet seine eigenen Fire-TV-Produkte regelmäßig zu vergünstigten Preisen an. In der Black-Friday-Woche 2020 wird er etwa um 20 Euro verkauft.

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Florian Christof

FlorianChristof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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