A charging port is seen on a Mercedes Benz EQC 400 4Matic electric vehicle at the Canadian International AutoShow in Toronto

© REUTERS / MARK BLINCH

Produkte
07/08/2020

Die 15 günstigsten Elektroautos in Österreich

Es ist Bewegung in den Elektroautomarkt gekommen. Zahlreiche Klein- und Kompaktwagen sind zu einem leistbaren Preis erhältlich.

von Florian Christof

Elektroautos haben nicht ganz zu Unrecht den Ruf wesentlich teurer als vergleichbare Verbrenner zu sein. Die Preise der großen und luxuriösen Elektro-SUVs befinden sich zum Teil um die 100.000 Euro. Die meisten gehobenen elektrischen Mittelklassewagen sind auch erst ab 40.000 Euro zu haben.

Doch mittlerweile ist Bewegung in den Markt der Elektroautos gekommen. Seit einigen Monaten bieten zahlreiche Hersteller auch elektrisch betriebene Klein- und Kompaktwagen an. Die Preise sind zwar immer noch höher als bei den Diesel- und Benzin-Autos, doch schön langsam kommen sie in einen Preisbereich, der für viele Autofahrer als leistbar zu bezeichnen ist.

Hier sind die 15 günstigsten Elektroautos in Österreich im Countdown.

15. BMW i3

Der i3 von BMW gilt mittlerweile als Klassiker unter den Elektroautos. Seit 7 Jahren wird das Fahrzeug präsentiert und es war wohl für viele der erste Berührungspunkt mit der Elektromobilität. Nun ist der i3 schon etwas in die Jahre gekommen, kann aber immer noch gekauft werden.

Die aktuell auf der BMW-Website angebotene Variante hat einen Listenpreis von 40.450 Euro. Die Reichweite ist mit 260 Kilometern nach WLTP angegeben, der Motor hat eine Leistung von 125 kW (170 PS), der Akku eine Kapazität von 42,2 kWh.

14. Honda e

Das Elektroauto des japanischen Herstellers ist vorwiegend für den urbanen Einsatz konzipiert. Dementsprechend klein ist der Honda e und auch Batteriekapazität und Reichweite fallen etwas kleiner aus als bei vielen Konkurrenzmodellen.

Der Akku hat eine Kapazität von 35,5 kWh, die Reichweite beträgt 200 bis 220 Kilometer. Im Innenraum dominiert ein großflächiges Display, das beinahe von der Fahrer- bis zur Beifahrerseite ragt. Der Preis der Basisversion beträgt 34.990 Euro.

13. Kia e-Soul

Der Kia e-Soul steht etwas zu unrecht im Schatten von anderen Elektroautos. Mit einer vergleichsweise großen Reichweite und einem passablen Anschaffungspreis sollte beim Autokauf auch das koreanische Elektroauto in Betracht gezogen werden.

Der Preis der Basisversion kommt auf 34.990 Euro. Hier ist jedoch eine Batterie integriert, die eine Kapazität von lediglich 39,2 kWh hat und eine Reichweite von 276 Kilometern (WLTP). Wer einen 64 kWh haben will, muss mindestens 39.390 Euro hinlegen. Das Modell mit dem größeren Akku kommt nach WLTP 452 Kilometer weit.

Ein weiteres E-Auto aus dem Hause Kia stellt der e-Niro dar. Dieser ist mit 37.990 Euro etwas teurer als der e-Soul. Die Akkugrößen sind mit dem e-Soul ident, die Reichweiten betragen 289 Kilometer beziehungsweise 455 Kilometer.

12. Hyundai Ioniq Elektro

Das Elektroauto von Hyundai hat einen Motor mit einer Leistung von 100 kW (136 PS). Der Akku hat eine Kapazität von 38,3 kWh. Damit schafft der Hyundai Ioniq Elektro eine Reichweite von 294 Kilometer nach WLTP.

Im Inneren befindet sich ein 7 Zoll großer Screen für die Instrumentenanzeige sowie ein 10,25 Zoll großer Touchscreen für das Infotainmentsystem. Der Preis des Ioniq Elektro beginnt bei 33.890 Euro.

11. Nissan Leaf

Ebenso ein Klassiker ist der Nissan Leaf, der bereits in der zweiten Generation produziert wird. Die Basisversion mit einer 40 kWh Batterie kommt auf eine WLTP-Reichweite von 270 Kilometer. Zur Auswahl steht auch ein größerer Akku mit 62 kWh und einer Reichweite von 385 Kilometer.

Die Basisversion kostet in Österreich 33.590 Euro. Das Modell mit dem größeren Akku ist ab 42.990 Euro zu haben.

10. BMW Mini Cooper SE

Die kleinen kultigen Autos von Mini haben nun auch eine Elektroversion. Der Mini Cooper SE kommt nach WLTP mit einer Akkuladung zwischen 200 und 232 Kilometer weit. Der Akku hat eine Kapazität von lediglich 28,9 kWh.

Der Motor bringt eine Leistung von maximal 135 kW (184 PS) auf die Straße. Wer sich den elektrischen Mini kaufen will, muss mindestens 32.950 Euro hinlegen.

9. JAC e-S2

Wohl den wenigsten dürfte der e-S2 von JAC ein Begriff sein. Das Elektro-SUV aus China konnte im futurezone-Test überzeugen. Vor allem der Preis zog dabei einige Aufmerksamkeit auf sich.

Das chinesische Elektro-SUV JAC e-S2 in der Heckansicht

Die Größe des Autos ist in etwa vergleichbar mit dem VW T-Roc

Bei der Frontgestaltung wurden Anleihen bei Hyundai genommen

Der Innenraum mit Ledersportsitzen und Türzierde in Carbonoptik

Die Mittelkonsole bietet zahlreiche Ablagefächer - u.a. für Visitenkarten

Der klobige Funkschlüssel des JAC e-S2

Armaturen-Ansicht bei aktiviertem Fahrzeug

Das 360-Grad-Rundum-3D-Bild am Mittelkonsolen-Display

Eine der dafür notwendigen Kameras am rechten Seitenspiegel

Praktisch: Ablagefach für Sonnenbrillen über dem Fahrersitz

Eines der kleinsten Automobilfenster der Welt

Umgeklappte Rücksitze und offene Heckklappe. Die Ladefläche ist nicht eben

Cooler Effekt: Die aufwärts hochschnellende Frontklappe für den Ladeanschluss

Combo-Stecker: Oben die Öffnung für Typ-2-Stecker, unten die zwei Pole für das Schnellladen mit Gleichstrom

Beim Aufladen leuchtet ein runder Knopf oben am Armaturenbrett grün auf

Der JAC e-S2 posiert auf den Wiener Hausbergen

Eingebaut ist eine 40-kWh-Batterie, die einen 85 kW (115 PS) starken Elektromotor mit Strom versorgt. Die Reichweite im WLTP-Verfahren wird mit 275 Kilometer angegeben. Der Preis des JAC e-S2 beträgt 32.790 Euro.

8. Opel Corsa-e

Der französische PSA-Konzern hat dieses Jahr seine Elektrooffensive so richtig gestartet und gleich mehrere Kompaktwagen auf Elektrobasis zu den Händler gebracht - so auch der Opel Corsa.

Die elektrische Variante des Corsa kommt mit einer Akkuladung bis zu 337 Kilometer (WLTP) weit. Die Batterie hat eine Kapazität von 50 kWh, der Motor eine Leistung von 100 kW (136 PS).

Der Preis des Opel Corsa-e beginnt in Österreich bei 29.999 Euro.

7. Peugeot e-208

Der elektrische 208er Peugeot und der Opel Corsa-e werden auf derselben Plattform gebaut. Insofern sind die technischen Daten ident: 50 kWh Akku, Motor mit 100 kW (136 PS) und eine Reichweite von 340 Kilometer nach WLTP.

Der Startpreis des Peugeot e-208 ist mit 27.670 Euro etwas niedriger. Die SUV-Variante Peugeot e-2008 ist ab 32.890 Euro zu haben.

6. smart EQ fortwo

Der smart EQ fortwo hat eine maximale Reichweite zwischen 116 und 130 Kilometer nach WLTP. Der Motor hat eine Leistung von 60 kW (82 PS) und der Akku hat eine Kapazität von 17,6 kWh.

Der elektrisch betriebene Kleinwagen für die Stadt ist als klassischer Zweitürer, Cabrio oder Viertürer zu haben. Die zweitürige Basisversion ist ab 25.510 Euro erhältlich.

5. e.GO Life 40+

Der zweitürige Viersitzer entstammt aus einem Uni-Projekt ist ein bewusster Gegenentwurf zu den protzigen SUVs, die mittlerweile das Straßenbild dominieren.

Der e.Go Life 40+ hat eine Leistung von 41 kW, der Akku eine Kapazität von 21,5 kWh. Damit kommt das kleine Fahrzeug 122 Kilometer weit (WLTP). Der Preis der Basisversion startet bei 22.702 Euro. Das Modell mit einem etwas stärkeren Motor kostet mindestens 25.041 Euro.

4. VW e-up!

Volkswagen hat seinem e-up! vergangenes Jahr einen neuen Akku mit besserer Leistung spendiert. Mit der neuen 32,3 kWh Batterie soll der elektrische Kleinwagen nun bis zu 258 Kilometer (WLTP) weit kommen. Die Leistung des Elektromotors beträgt 61 kW (83 PS). Der neue VW e-up! ist ab 22.590 Euro zu haben.

Wer einen elektrischen VW haben will, sollte sich vielleicht noch etwas gedulden. Denn die Wolfsburger bereiten gerade den Marktstart des Hoffnungsträgers ID.3 vor. Dieser soll in der Basisversion etwas weniger als 30.000 Euro kosten.

3. Renault Zoe

Das Zoe-Modell R110 Z.E. 40 schummelt sich mit einem Preis von 22.390 Euro in die Top-Ränge. Schummeln deswegen, weil zum Anschaffungspreis noch eine monatliche Batteriemiete hinzukommt. Diese beträgt je nach gefahrenen Kilometern und Bindungsfrist ungefähr 84 Euro monatlich. Will man die Batterie gleich dazu kaufen, steigt der Preis auf 30.590 Euro.

Der Basis-Zoe hat einen Akku mit einer Kapazität von 41 kWh und eine Reichweite von 300 Kilometer. Der Motor hat eine Leistung von 80 kW (108 PS).

2. Skoda Citigo-e iV

Der Citigo-e iV ist das erste rein elektrische Serienauto von Skoda. Es hat einen Motor mit einer Leistung von 61 kW (83 PS), einen Akku mit 32,3 kWh sowie eine Reichweite von 260 Kilometer.

Der unauffällige Citigo-e iV ist bereits ab einem Preis von 21.350 Euro zu haben. Leider ist das Auto vorübergehend nicht bestellbar, wie der Hersteller auf seiner Website informiert.

1. Seat Mii electric

Den günstigsten Einstieg in die alltagstaugliche Elektromobilität bietet hierzulande der Mii electric von Seat. Der Mii electric und der Skoda Citigo-e iV sind baugleich, daher sind auch die technischen Daten ident.

Der Seat Mii electric ist mit einem 61 kW (83 PS) Elektromotor ausgestattet und soll mit seinem 32,3 kWh großen Akku 260 Kilometer weit kommen. Geladen werden kann das E-Auto mit bis zu 40 kW.

Der Hersteller wurde offenbar von der hohen Nachfrage nach dem Mii electric überrascht. Denn das Fahrzeug ist praktisch ausverkauft. Wie Seat allerdings der futurezone mitteilte, wird ein kleines Zusatzkontingent noch im Spätherbst verfügbar werden.

Bestellungen, die nicht in das Zusatzkontingent fallen, werden erst 2021 ausgeliefert. Kostenpunkt für den Seat Mii electric: 20.990 Euro.

Die Liste der günstigsten Elektroautos in Österreich orientiert sich an Verfügbarkeit und Preis laut Homepage der Hersteller. Ausgenommen haben wir sogenannte Moped-Autos.

Die Preise beziehen sich auf die Basisversion, mit denen die Hersteller ihre Fahrzeuge bewerben. Die Umsatzsteuer ist bei den Preisen inkludiert. Nachlässe der Hersteller, etwaigen Förderungen für Elektromobilität von Bund, Land und Gemeinden, sind nicht berücksichtigt.

Außerdem hat die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollten wir ein Fahrzeugmodell vergessen haben, bitte in Kommentaren darauf hinweisen. Wir werden es dann ergänzen.

Diese günstigen Elektroautos kommen demnächst auf den Markt

Citroen hat erst vor wenigen Wochen den elektrischen e-C4 angekündigt. Auch dieses Fahrzeug basiert auf derselben Plattform wie der Peugeot e-208 und der Opel Corsa-e. Dementsprechend hat der e-C4 von Citroen dieselben Eckdaten. Einen Preis hat der französische Autohersteller nicht genannt. Die ersten e-C4-Modelle sollen noch dieses Jahr ausgeliefert werden.

Sono Motors Sion

Der Sion von Sono Motors wäre Anfang 2020 fast eingestampft worden. Mit einer spektakulären Rettungsaktion wurde die Finanzierung des Projekts durch Crowdfunding sichergestellt. Nun soll der Sion ab 2022 produziert werden. Der Preis soll voraussichtlich bei 25.500 Euro liegen.

Elektrische Isetta

Außerdem wird mit dem Microlino eine elektrische Version der Isetta auf den Markt kommen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 90 km/h, die Leistung des Elektromotors liegt gerademal bei 11 kW. Die Reichweite wird mit 125 Kilometer angegeben. Der Preis soll rund 12.000 Euro betragen. Die Produktion soll kommendes Jahr starten.

Uniti One

Ebenso ein Mikro-Auto soll von Schweden aus die Welt erobern. Der Uniti One wird 17.767 Euro kosten - exklusive Steuern. Mit einem 12 kWh Akku sollen 150 Kilometer Reichweite möglich sein. Wann und ob das Auto tatsächlich produziert wird, ist unklar. Auf der Website des Unternehmens kann es jedenfalls vorbestellt werden.