Installation of processor in CPU socket

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Hersteller haben Schuldigen für die Chip-Krise gefunden

Die PlayStation 5 ist noch länger kaum verfügbar, Autohersteller müssen zum Teil ihre Produktion pausieren und die Lieferzeiten auf Elektronikprodukte sind generell länger als gewohnt. Die globale Chip-Knappheit wirkt sich immer mehr auf die globale Wirtschaft und die Verfügbarkeit von Geräten aus.

Woher der weltweite Chip-Mangel rührt, hat vielfältige Gründe. Doch einige taiwanesische Hersteller, die PCs, Smartphones und andere Geräte produzieren, wollen einen Schuldigen für die Chip-Krise gefunden haben. Der Name der dabei fällt: Texas Instruments.

Das US-Unternehmen, das sich hauptsächlich als Taschenrechnerhersteller einen Namen gemacht hat, soll laut einem Bericht des taiwanesischen Branchendienstes DigiTimes der Flaschenhals für die weltweite Chip-Knappheit sein.

FILE PHOTO: A Texas Instruments Office is shown in San Diego, California

Ein Flaschenhals für Chip-Knappheit

Texas Instruments ist der Marktführer bei Analog-Chips. Diese eher simplen Schaltungen sind in quasi allen Elektronikgeräten verbaut und für die Spannungsregulierung zuständig. Sie gewährleisten, dass alle anderen Komponenten und Prozessoren mit der jeweils passenden Spannung einwandfrei versorgt werden.

Laut dem Bericht von DigiTimes hält sich der US-amerikanische Chip-Hersteller mit dem Ausbau von Produktionskapazitäten zurück. Folglich komme die Verfügbarkeit dieser Analog-Chips immer mehr unter Druck. Das münde wiederum in extrem langen Lieferzeiten bei Analog-ICs und verzögere die Fertigung von PCs, Notebooks und vielen anderen Elektronikprodukten.

Lagerbestände von Texas Instruments besonders niedrig

Außerdem, so berichtet WinFuture, habe der Vize-Chef von ASUS erst kürzlich einen US-Zulieferer für die Verzögerungen verantwortlich gemacht. Er habe zwar mit dem Finger auf einen US-Chip-Hersteller gezeigt, aber keinen Namen genannt. Nach dem nunmehrigen DigiTimes-Bericht, dürfte klar sein, wen er gemeint hat.

Tatsächlich hat Texas Instruments bei der Präsentation seiner Quartalszahlen bekannt gegeben, dass die Lagerbestände des Chip-Hersteller besonders niedrig seien. Das sei auch der Grund, warum die Geschäftsergebnisse niedriger ausfallen als erwarten und die mit Kunden vereinbarten Zeitpläne für Lieferungen zum Teil nicht eingehalten werden können.

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